Norden Das aktuelle Super-Sommerwetter lockt viele Gäste und Einheimische an die Nordseeküste, wo es sich zwischen Radwegen am Deich und dem neuen Deck in Norddeich oft besser aushalten lässt als im heimischen Wohnzimmer. Nicht alle kennen sich aber gut aus mit den Regeln und Gepflogenheiten in Ostfriesland, oder auch mit den Gefahren, die es am Wasser gibt. Damit der Urlaub oder die Spritztour keine ärgerliche Wendung nehmen, haben wir eine kleine Liste an „Dos und Don’ts“ zusammengestellt.

Heuler niemals anfassen

Besonders in der Urlaubssaison kommt es immer wieder vor, dass einsame Heuler am Strand gefunden werden. Hier gilt: Nicht zu nahe kommen und keinesfalls anfassen! Die Jungtiere werden durch die Anwesenheit von Menschen – besonders von Gruppen – enorm gestresst und können sich, besonders wenn sie sich in Netzen oder Leinen verfangen haben, durch Panik selbst verletzten. Nicht zuletzt sollten potenzielle Helfer aber auch wissen: Seehunde sind Raubtiere und der Biss eines Heulers, egal wie niedlich das Aussehen auch sein mag, kann einen menschlichen Finger abtrennen. Wer einen jungen Seehund findet, sollte deshalb unbedingt die Seehundstation Norddeich unter Telefon 04931/973330 anrufen und ausreichend Abstand halten.

Junge Seehunde sind kurz vor der Fütterung in einem Becken in der Seehundstation Friedrichskoog zu sehen. Aktuell ist Hochsaison in den beiden Seehundstationen an der deutschen Nordseeküste Friedrichskoog (Schleswig-Holstein) und Norddeich (Niedersachsen). Bild: dpa

Mit Hunden

Besonders für Hundehalter sind Spaziergänge am Deich verlockend, weil dort in der Regel eine Menge Platz ist. Was jedoch nicht okay – und erst recht kein Kavaliersdelikt – ist: Die eigenen Hunde außerhalb der erlaubten Bereiche des Nationalparks Wattenmeer mitnehmen oder gar frei laufen lassen. Auch wenn die Brut- und Setzzeit mittlerweile vorbei ist (1. April bis 15. Juli), leben dort das ganze Jahr über verschiedene Vogelarten und andere Tiere, die für Hunde leichte Beute sein können. Besonders in Bereichen, wo Schafherden frei laufen, bittet die Deichacht Besucher darum, Hunde zu Hause zu lassen, denn Schafe sind für den Deichschutz essenziell wichtig. Wo Hunde erlaubt sind und wo nicht, lässt sich jederzeit über die Deichheld-Schilder herausfinden. Infos dazu und Notrufnummern gibt es auf der Webseite der Deichacht Norden.

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Mit dem Fahrrad

Ähnlich wie mit Hunden gilt auch für Radfahrer: Nicht überall im Deichvorland ist die Anwesenheit erlaubt. Wenn Zäune und verschlossene Tore den Weg versperren, sollte das nicht als Ansporn für sportliche Hebe- und Kletteraktionen verstanden werden, denn in der Regel befinden sich dahinter dann Schafe, Rinder oder geschützte Bereiche. Wer trotzdem gern mit Sicht aufs Meer Fahrrad fahren will, kann das ganz legal auf dem Vogelpfad Ostermarsch machen, der am Osthafen in Norddeich beginnt (Infos dazu auch hier), oder in Richtung Utlandshörn ab Norddeich – die Deichacht hat in diesem Jahr die Zufahrt bereits auf Höhe des neuen Hundestrands am Deck ermöglicht.

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Im Watt

Zum Strandurlaub gehört ein Gang durch den Schlick des Wattenmeers dazu – aber nur in Nähe des Ufers: Das Wattenmeer ist für alle, die keine detaillierten Ortskenntnisse haben, sehr gefährlich. Jedes Jahr müssen Urlauber aus dem Watt gerettet werden, weil sie ohne einen Führer oder eine Führerin zu weit vor der Küste in tiefe Bereiche gewandert und dort steckengeblieben sind. Wenn das kurz vor Beginn der Flut passiert, ist das lebensgefährlich, weil auch Helfer nicht im Handumdrehen vor Ort sind. Apropos Helfer: Wer meint, andere Personen im Watt in Not zu sehen, sollte nicht auf eigene Faust hinterherspringen. Die Freiwillige Feuerwehr Norden rät dazu, örtliche DLRG-Rettungsschwimmer oder den Notruf 112 zu wählen, weil allzu oft vermeintliche Retter am Ende selbst gerettet werden müssen. Wer unter professioneller Anleitung in Norddeich ins Wattenmeer gehen möchte, findet eine Reihe von ortskundigen Wattführern und -führerinnen auf der Webseite des Tourismus-Service.

Arne Haschen Redakteur / Redaktion Norden
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