Norden /Hage Die Mitglieder des Imkervereins Norden haben während der jüngsten Jahreshauptversammlung auf das „erneut schwierigen Jahr 2021“ zurückgeblickt, wie Vorsitzender Thorsten de Buhr sagte. Wegen der Corona-Pandemie sei das Vereinsleben stark eingeschränkt gewesen, die sozialen Kontakte gegen Null tendiert. Aber auch die gestiegenen Rohstoffpreise bei den Imkereiartikeln bekamen die Imker nach den Worten de Buhrs stark zu spüren. „Vielfach konnten wir das nicht auf den Honigpreis umlegen“, wies der Vorsitzende darauf hin, dass die heimischen Imker mit importierten Honigarten preislich konkurrieren müssten. „Zudem soll ja auch der heimische Honig in einem guten Preisgefüge liegen. Wie wir wissen, entscheiden sich Kunden gerne für einen Supermarkt-Honig, da viele den Unterschied hinsichtlich Qualität und Regionalität bei höheren Preisen nicht bereit sind zu zahlen“, sagte der Vorsitzende.

Kein gutes Honig-Jahr

Hinzu kommt, dass das Honigjahr 2021 laut de Buhr schlecht ausgefallen ist. Die Monate April und Mai seien verregnet, sodass viele Obstbaumblüten zerstört worden seien. Zudem konnten die Bienen wegen der kalten Witterung nicht fliegen. „Das hatte auch zur Folge, das einige Bienenvölker sehr schnell verhungert sind“, merkte de Buhr an, dass es die Imker im Süden des Landes noch schlechter getroffen habe. „Dort fiel die Honigernte nahezu komplett aus.“ Aufgrund der Pandemie musste im letzten Jahr die Neuimkerschulung in der Kreisvolkshochschule Norden ausfallen. Der Imkerverein Norden ist in den nächsten Jahren nach den Worten des Vorsitzenden auf neue Mitglieder angewiesen, denn der Altersdurchschnitt und somit der Verlust von Imkerinnen und Imker sei vorprogrammiert. Umso glücklicher zeigte sich de Buhr, dass im Februar an der KVHS-Norden eine neue Schulung angeboten werden konnte.

Langer Atem

Gleichzeitig sei wichtig, besonders auch beim Nachwuchs den Blick für den Naturschutz zu fördern. „Diese Themen gehören für mich sehr eng zusammen, denn ohne den richtigen Naturschutz wird es sehr schwer für uns alle werden. Auch wenn der Niedersächsische Weg und das Biosphärenreservat beschlossen sind, so lassen die damals angekündigten Maßnahmen noch lange auf sich warten“, kündigte de Buhr an, diese Maßnahmen weiterhin kritisch zu begleiten. Als sehr erfolgreich bezeichnete der Vorsitzende das Ergebnis des Spendenaufrufs der ostfriesischen Imkervereine für die Flutopfer an der Ahr: Allein aus dem Norder Imkerverein seien 585 Euro gesammelt worden. Bei dem Treffen im Haus der Vereine wurde der Vorstand des Vereins in den wesentlichen Positionen bestätigt. An der Spitze steht weiterhin Thorsten de Buhr (Hage), sein Stellvertreter bleibt Walter Schadt (Norden), Walter Ehmen (Osteel) führt wie gewohnt die Kasse und Richard Fransen (Norden) bleibt zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Neu im Amt als 2. Kassierer ist Bernhard Kiesecker (Hage) gewählt worden. Zu Kassenprüfern wurden Axel Klar (Hage, wiedergewählt) und Melissa Buß (Norden) gewählt. Die Funktion des Wanderwartes übernimmt weiterhin Eberhard Janssen (Norden).

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