Oldenburg Tennisplätze an sich sind nicht unbedingt für ihre Artenvielfalt bekannt. Bei Tennisanlagen kann das schon ganz anders aussehen. Das will der Tennisclub Oldenburg Süd beweisen. Mehr noch: Mit seinem Projekt „Tennis for Future“ will er Vorreiter sein und andere Vereine in Sachen Nachhaltigkeit zu eigenen Vorhaben animieren.

Vorstand überzeugt

Vereinsmitglied Jürgen Weidewitsch beschäftigt das Thema Nachhaltigkeit als Unternehmer schon viele Jahre. Ebenso pflegt er schon lange Kontakte zum Oldenburger Naturschutzbund (Nabu). Statt nur immer über die Politik zu meckern und von ihr zu fordern, könne man auch privat etwas tun, ist er überzeugt – und in der Gemeinschaft erst recht. Gerade auch Sportanlagen und ihre Randbereiche hätten großes, bislang oft ungenutztes Potenzial, als Lebensräume von Pflanzen und Tiere aufgewertet zu werden. Seine Motivation: „Schließlich soll mein Sohn in 20 Jahren auch noch Tennis spielen können – und vor allem auf der Erde leben können.“

Der junge Vorstand rund um Vorsitzenden Edin Efendic war schnell vom Projekt der naturnahen Gestaltung der Sportstätten überzeugt, ebenso wie die Bingo-Umweltstiftung, die knapp 17.000 Euro des 28.000-Euro-Projektes übernimmt. Mit Biologin Elisabeth Woesner kam die benötigte fachliche Kompetenz über den Nabu, und unter der Regie von Platzwart Jürgen Uflacker wurde schon einiges umgesetzt.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Nachhaltigkeits-Newsletter der Nordwest Mediengruppe erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Vorbild für andere

Dabei orientiert sich die naturnahe Umgestaltung an vorhandener Struktur und Vegetation: Auf einer bisher eher stiefmütterlich behandelte Rasenfläche fand die Biologin einige Moorpflanzen – künftig sollen extensive Mahd und Aussaat heimischer Pflanzen hier eine artenreiche Moorwiese entstehen lassen. Auf einer Sandaufschüttung wird der Boden bewusst für Nistmöglichkeiten bodenbrütender Insekten offen gehalten und an einem südlich ausgerichteten Waldrand entsteht ein blütenreicher Schmetterlings- und Wildbienensaum. Auf dem Gelände verteilte weitere Nisthilfen und unterschiedliche Totholzbiotope bieten weiteren Tierarten Lebensräume. Beete und Betontröge werden mit heimischen Wildstauden und insektenfreundlichen Zierstauden bepflanzt.

Für Jürgen Weidewitsch ist der Verein auch Brücke, um die Ideen in die Breite zu tragen. Und nicht nur Vereine: „Zusammen können gesellschaftliche Institutionen, Vereine, aber auch Unternehmen, Säulen eines Veränderungsprozesses werden.“ Vorsitzender Edin Efendic will das Projekt auf jeden Fall auch dem Landestennisverband ans Herz legen.

Weitere Ideen

Am Sonntag wurden beim Saisonstart auch den Mitgliedern erste Ergebnisse präsentiert. Dann wird sicherlich auch über weitere Ideen gesprochen, denn die haben die Initiatoren von „Tennis for Future“ noch: „Boden, Wasser, Energie – da gibt es noch einiges“, sagt Jürgen Weidewitsch. Das Projekt selbst läuft noch bis zum Sommer kommenden Jahres. Das Ende soll das aber noch lange nicht sein: Der Verein möchte seine Entwicklung stärker an Nachhaltigkeitsgrundsätzen ausrichten.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.