BAD ZWISCHENAHN Am Sonnabend brummen wieder die Motoren der Sandbahnfahrer im Stadion an der Eyhauser Allee: Der Motorsportclub Bad Zwischenahn veranstaltet anlässlich seines 60. Geburtstages ein nationales Rennen mit Fahrern aus der B-Solo- und Seitenwagenklasse, der Junioren A und B sowie einer international zusammengesetzten Oldie-Konkurrenz mit historischen Motorrädern. Rennstart ist um 17 Uhr, das Training beginnt um 15 Uhr.

„Die Finanzen zwingen uns, ohne die teure A-Lizenz-Klasse zu fahren“, begründet MSC-Vorsitzender Stefan Budden, warum Langbahngrößen wie Stephan Katt oder Matthias Kröger nicht wie in den Vorjahren im Kurort am Start sind. „Die letzten beiden Rennen waren sehr kostspielieg und haben ein Loch in unsere Kasse gerissen. Da konnten wir ein weiteres Risiko nicht eingehen.“

Zudem wachsen die Unkosten stetig an. Budden: „Da sind einmal die Gebühren für das Stadion und für den Deutschen Motor Sport Bund sowie die Versicherungen. Zudem müssen wir für den Bahndienst zahlen. Hinzu kommen die Rennärzte, die Feuerwehr und das Rote Kreuz.“

Zwar habe der Club versucht, Fahrer mit Internationaler Lizenz für wenig Geld zu engagieren. „Aber ein Feld haben wir letztlich nicht zusammen bekommen. Also haben wir auf den Nachwuchs gesetzt, das kann auch ganz spannend werden“ erläutert Budden: „Auf jeden Fall brauchen wir am Sonnabend 500 Zuschauer, die Eintritt zahlen, dann haben wir für das nächste Jahr wieder Geld über“

Viele Lokalmatadoren gehen daher an den Start. Bei den B-Solisten kann der MSC wieder mal seinen Clubfahrer Björn Schwarz aufbieten. Der 44-Jährige fährt mit einem geliehenen Motorrad und einer Tageslizenz.

Das erste Mal auf dieser Bahn wird Tom Finger bei den Junioren A am Startband stehen. Der siebenjährige Schüler aus Rostrup gab sein Speedway-Debüt kürzlich in Moorwinkelsdamm und freut sich auf das Rennen: „Die haben hier so eine tolle Tribüne, das muss Spaß machen, da vorbeizupreschen.“

Vor allem bei den älteren Bahnsportfans werden die Erinnerungen an „gute alte Zeiten“ wach werden, wenn die Oldie-Fahrer mit ihren historischen 500 ccm JAP-Motorrädern aus den 60er und 70er Jahren ihre Runden drehen.

Zu den Ältesten unter den Aktiven gehören Fuldas „rasende Rentner“ Klaus Gerlach (65) und Eugen Helfrich (70). Seit 42 Jahren fährt das Duo auf Deutschlands Grasbahnen im Gespann. „Das ist der Virus, der einen nicht mehr loslässt“, meint Beifahrer Eugen Helfrich.

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