Spielberg Zurück in die Zukunft! Fernando Alonso verabschiedet sich sensationell aus der Formel-1-Rente und will mit seinem früheren Weltmeisterteam Renault die Branchenführer angreifen. Mehr als 19 Monate nach seinem Ausstieg aus der Königsklasse des Motorsports verkündete der spanische Altstar sein spektakuläres Comeback und raubt Sebastian Vettel vielleicht die letzte Option zur Fortsetzung von dessen Formel-1-Karriere. Der verzweifelte Renault-Rennstall geht mit der Verpflichtung des streitlustigen Alonso ab 2021 ein schwer kalkulierbares Wagnis ein. Der Spanier selbst hofft noch immer auf seinen dritten WM-Titel.

„Renault ist meine Familie und steht für meine liebsten Erinnerungen in der Formel 1 mit meinen beiden Weltmeister-Titeln, ich blicke aber nun nach vorne“, erklärte Alonso am Mittwoch. Der Asturier, der Ende Juli 39 Jahre alt wird, erhält bei Renault einen Vertrag „für die nächsten Saisons“. Noch am Morgen unterlegte er eine Instagram-Story mit der Musik des Hollywood-Films „Zurück in die Zukunft“. Alonso sagte weiter: „Ich werde meine Rennerfahrung mit jedem teilen, von den Ingenieuren über die Mechaniker bis zu meinem Teamkollegen.“ Renault habe das Ziel, „wieder auf das Podium zurückzukehren, und das will ich auch.“

„Seine Erfahrung und Entschlossenheit wird es uns ermöglichen, aus jedem von uns das Beste rauszuholen“, sagte Renault-Teamchef Cyril Abiteboul, der endlich an frühere Glanzzeiten anknüpfen will. 2005 und 2006 hatte sich Ausnahmekönner Alonso mit den Franzosen zum Weltmeister gekrönt. Nun soll er „auch eine Kultur des Rennfahrens und Gewinnens einbringen, um zusammen Hürden zu meistern“, sagte Abiteboul wenige Tage vor dem zweiten Saisonrennen in Österreich an diesem Sonntag (15.10 Uhr/RTL).

Renault kämpft seit der Rückkehr als Werksteam 2016 um den Anschluss an Mercedes, Ferrari und Red Bull. Anstatt 2019 jedoch die großen Drei anzugreifen, rutschten die Franzosen in der Konstrukteurswertung sogar noch hinter McLaren auf Position fünf zurück.

Alonso ersetzt den Australier Daniel Ricciardo, der die Flucht zu McLaren ergreift. Von dem Spanier soll der Franzose Esteban Ocon als zweiter Stammpilot lernen.

Die Rückkehr Alonsos entreißt Vettel ein potenzielles Cockpit für 2021 – sofern der viermalige Weltmeister seine Karriere überhaupt fortsetzen möchte. Nach dann sechs Jahren muss der Hesse Ende dieser Saison bei Ferrari gehen. „Wenn man die Entscheidung trifft, die Tür zuzumachen, muss man selbst so weit sein, sie zuzulassen“, befand Vettel zuletzt bei Servus TV. Alonso hatte für sich die Tür zur Formel 1 nie ganz geschlossen.

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