MOORWINKELSDAMM Schwierige Bahnverhältnisse aufgrund des vielen Regens an den Vortagen herrschten am Wochenende sowohl beim Speedway in Moorwinkelsdamm als auch beim Sandbahnrennen in Bad Zwischenahn. Beide Clubs schafften es jedoch, ihre Bahnen hervorragend zu präparieren. Der Zuschauerzuspruch ließ aber bei beiden Rennen zu wünschen übrig. Erstmals wurde auf beiden Bahnen eine luftgefüllte Sicherheitsbande in den Kurven installiert, um die Fahrer bei Stürzen besser absichern zu können.

Brite siegt unter Flutlicht

Ben Barker gewann am Sonnabend das Flutlichtrennen „Master of Speedway“ in Moorwinkelsdamm. Der 22-jährige Profi aus Coventry sicherte sich alle seine fünf Läufe ungefährdet. Zweiter wurde der Australier Tyron Proctor vor Adam Skornicki aus Polen und den Deutschen Matthias Kröger und Vorjahressieger Tobias Kroner.

Wegen des Wetters wurde das Finale nicht wie in den Vorjahren mit sechs Fahrern über sechs Runden, sondern nur mit vier Fahrern über vier Runden gefahren. Hier trat der Pole Skornicki wegen Kniebeschwerden gar nicht mehr an, so dass Barker, Proctor, Kröger und Kroner den Endlauf fuhren. „Nach dem Start habe ich eine Packung auf die Brille bekommen, dann ging mein Motor plötzlich aus“, beschrieb Kroner seinen Ausfall. Barker und Proctor kämpften danach erbittert um den Sieg, den der Brite am Ende sicher einfuhr. „Das war heute nicht so leicht für mich, wie es vielleicht aussah“, strahlte Barker. Heinrich Wilhelms vom Motorsportclub Moorwinkelsdamm war am Ende froh, die Rennen ohne Stürze über die Bühne gebracht zu haben.

Werbung für den Bahnsport

Beim Sandbahnrennen in Bad Zwischenahn dominierte Stephan Katt das Geschehen. Der Europameister gewann alle seine sechs Läufe und sicherte sich den Sandbahn-Supercup mit der maximalen Punktzahl 30 vor den deutschen Team-Weltmeistern Matthias Kröger (22) und Enrico Janoschka (16). „Stephan war am Start besser“, untertrieb Kröger, denn Katt legte solche Blitzstarts hin, dass die Konkurrenz auf der schwierig zu fahrenden Bahn keine Möglichkeit hatte, am Neuwittenbeker dran zu bleiben.

„Die Bahn hat einen super Radius, so was liegt mir“, freute sich Katt. Dass im Stadion an der Eyhauser Allee überhaupt gefahren werden konnte, grenzte nach den Verhältnissen am Morgen jedoch fast an ein Wunder. Katt: „Die Bahn war so nass und schwer, eigentlich unbefahrbar. Aber dann haben die Leute hier tolle Arbeit geleistet.“

Im Seitenwagen gewannen Karl Keil und seine Beifahrerin Berit Tralau aus Bad Zwischenahn ihr Heimrennen in souveräner Manier. „Das war ein klasse Rennen von uns“, freute sich die 34-Jährige und Keil (56) lobte den Veranstalter: „Die haben die Bahn optimal präpariert.“

Das fand auch Ludger Spils, Chef beim AC Vechta: „Das war eine exzellente Leistung vom MSC Bad Zwischenahn, eine Werbung für den Bahnsport.“ 33 Läufe gingen bei schwierigen Verhältnissen in knapp drei Stunden über die Bühne.

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