RASTEDE Harte Arbeit mussten die Stahlschuhartisten an diesem Wochenende beim 45. Internationalen Grasbahnrennen des AC Rastede leisten. Die 1000 Meter lange Bahn im Schlosspark war durch den Regen der vorherigen Tage aufgeweicht, so dass nur wenige gute Linien für die Motorsportler übrig blieben.

Die beste Linie fand der Niederländer Dirk Fabriek, der den Wettbewerb der internationalen Solisten mit einem Punkt Vorsprung vor dem Engländer Glen Phillips gewann. Durch seinen Sieg im Tagesfinale fuhr der im Vorjahr schwer gestürzte Enrico Janoschka (Güstrow) auf Platz drei. Darüber freute sich besonders sein Betreuer Egon Müller. Der ehemalige Speedway-Weltmeister aus Kiel, der an beiden Tagen in Rastede auch als Co-Moderator tätig war, lobte seinen Schützling: „Dass Rico nach seiner schweren Verletzung wieder den Anschluss an die Weltspitze gefunden hat, freut mich!“

Sieger und WM-Fahrer Fabriek putzte sich nach dem Rennen die Schweissperlen von der Stirn: „Das war hier diesmal sehr schwer. Die Bahn hatte vor allem in der letzten Kurve große Löcher. Da bin ich im Endlauf nur auf Sicherheit gefahren.“

Der Jüngste im Feld der „Routiniers“ war Ramon Stanek aus Jeddeloh II. Der 20-Jährige war mit Platz zwölf zufrieden: „Das war hier eine tolle Veranstaltung, wenn auch die meisten über die Bahnverhältnisse geklagt haben. Ich kenne diese Bahnen aber aus den Niederlanden.“

In der B-Lizenz war Jens Buchberger vom AC Rastede der Beste. Favorit Thorsten Haupt aus Großefehn hatte dagegen Pech. Im zweiten Lauf bekam er beim Start einen Schubser, worauf einige Speichen seines Vorderrades brachen. Im dritten Lauf erwischte es den langen Ostfriesen sogar böse. In der rutschigen Zielkurve geriet er in ein Loch, stürzte und wurde vorsichtshalber ins Krankenhaus gebracht. Danach stand das Rennen kurz vor dem Abbruch.

Fahrer und Rennleitung einigten sich aber darauf, einige Läufe zu streichen und nur noch die Endläufe zu fahren. „Das waren wir den immerhin knapp 4000 Zuschauern schuldig“, meinte AC-Vorsitzender Werner Schroer.

Guten Bahnsport zeigten auch die Gespanne. Hier dominierte der achtfache Europameister Thomas Kunert (Memmingen) mit Markus Eibl im Beiwagen die Konkurrenz. Nur Altmeister Karl Keil (Brombachtal) und seine Beifahrerin Berit Tralau (Bad Zwischenahn) konnten hier annähernd mithalten.

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