Hungaroring Ex-Meister Marco Wittmann (Fürth) hat das turbulente und von mehreren Verletzungen überschattete sechste Saisonrennen der DTM gewonnen und BMW damit völlig überraschend den zweiten Erfolg des Jahres beschert. Am Sonntag folgten hinter Wittmann auf dem Hungaroring Timo Glock (Wersau) und Philipp Eng (Österreich) und machten den Dreifachsieg von BMW perfekt. Glock übernahm zudem wieder die Führung in der Gesamtwertung.

„Ein unglaubliches Rennen. Damit hätten wir alle nicht gerechnet. Ich hoffe, dass es den Jungs in der Pitlane gut geht. Für uns war es ein sehr, sehr glückliches Ende“, sagte Wittmann.

Das Ergebnis war aber nur zweitrangig. Zuvor war das Rennen nach mehreren Unfällen in der Boxengasse unterbrochen worden. Bei den Zwischenfällen erlitten mehrere Personen Verletzungen, teilte die DTM kurz nach den Zwischenfällen mit. Ein Sportwart wurde mit schweren Beinverletzungen per Helikopter ins Krankenhaus gebracht, zwei „mittelschwer verletzte“ Personen per Krankenwagen. Das Rennen wurde mit einer Restdauer von 28 Minuten und einer zusätzlichen Runde hinter dem Safety Car erneut gestartet.

Die sechs BMW, die das gesamte Wochenende über geschwächelt hatten, profitierten davon, dass sie bereits den Pflichtboxenstopp absolviert hatten. So mussten sie in der kurzen Renndauer nicht mehr an die Box – das spülte sie allesamt an die Spitze.

Bei den Unfällen in der Boxengasse hatte zunächst Lucas Auer (Österreich) bei einsetzendem Regen die Kontrolle über seinen Mercedes verloren und war frontal gegen einen Streckenposten gerutscht. Der Funktionär wurde zwischen einer Betonwand und der Motorhaube des Mercedes eingeklemmt. Er erlitt schwere Beinverletzungen.

Auch Edoardo Mortara (Italien/Mercedes) sowie Bruno Spengler (Kanada/BMW) kollidierten mit Personen in der Boxengasse. Rettungspersonal war schnell vor Ort und kümmerte sich um die Verletzten.

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