Belen Die Wetterkapriolen in Südamerika wirbeln den Zeitplan der 38. Rallye Dakar weiter durcheinander. Am Dienstag wurde die neunte Etappe wegen der großen Hitze in den Dünen von Fiambala im Westen Argentiniens aus Sicherheitsgründen bei Kilometer 179 gestoppt.

Die Entscheidung trafen die Veranstalter womöglich auch in Gedanken an den im Vorjahr tödlich verunglückten Motorradfahrer Michal Hernik. Der Pole war an den Folgen von Überhitzung und Dehydrierung gestorben.

Bereits zum Auftakt der Dakar 2016 hatten extreme Wetterverhältnisse in Argentinien für Chaos bei der Rallye gesorgt, so war nach schweren Regenfällen die erste Etappe abgesagt worden. In der Folge wurden Etappen wetterbedingt zum Teil gekürzt.

Die Gesamtführung übernahm der ehemalige Dakar-Sieger Carlos Sainz, der am Dienstag die neunte Etappe rings um Belén zu seinen Gunsten entschied. Sainz und sein Beifahrer Lucas Curz lösten Rekordsieger Stéphane Peterhansel aus Frankreich an der Spitze ab und liegen nun 7:03 Minuten vor dem Peugeot-Markengefährten.

Rallye-Rekordweltmeister Sébastien Loeb fiel einen Tag nach seinem glimpflich verlaufenen Überschlag weiter zurück. Der Franzose blieb mit seinem reparierten Peugeot mehrmals im Sand stecken und landete mit 1:13 Stunden Rückstand auf Sainz nur auf dem 18. Platz der Tageswertung. Die Chancen auf den Gesamtsieg hatte Loeb bereits durch seinen Unfall am Montag eingebüßt.

Derweil hat es im Umfeld der Rallye einen weiteren tödlichen Unfall gegeben. In Argentinien kam ein Mensch ums Leben, als mehrere Fahrzeuge zusammenstießen – darunter war der Mitsubishi des Franzosen Lionel Baud, der das Rennen nach einem anderen tödlichen Unfall in Bolivien aufgegeben hatte. Der Unfall ereignete sich am Dienstag abseits der Rallye-Route in Juárez Celman, 700 Kilometer nordwestlich von Buenos Aires.

Ein Lastwagen vom Team Bauds, ein weiterer Lastwagen sowie vier private Fahrzeuge waren auch in den Zusammenstoß verwickelt, berichtete die Zeitung „La Voz del Interior“ unter Berufung auf die Polizei. Einer der Fahrer sei gestorben, fünf weitere Personen wurden verletzt. Die Rallye-Organisation bestätigte nach Medienangaben den Unfall, der Wagen Bauds sei abgeschleppt worden.

Der Rennwagen sollte vom Hafen von Campana zurück nach Frankreich verschifft werden. Baud hatte auf der siebten Etappe der Rallye Dakar am Sonnabend in Bolivien einen Zuschauer erfasst. Der 63-Jährige erlag seinen Verletzungen.

Niklas Benter Redakteur / Sportredaktion
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