RASTEDE Am Sonntagnachmittag um 16.20 Uhr trübten sich nicht nur bei den Veranstaltern des Rasteder Grasbahnrennens die Mienen. Auch am Horizont wurde es dunkel, wenig später ging gar nichts mehr auf der Rennbahn im Schlosspark: Ein schweres Gewitter mit sintflutartigem Regen ging über der 1000 m langen Bahn nieder und machte sie unbefahrbar. Eine halbe Stunde danach verkündete Moderator Egon Müller aus Kiel den etwa 4000 Zuschauern den Abbruch des Renntages.

„Das hatte wirklich keinen Zweck mehr“, sagte Werner Schroer, Vorsitzender des veranstaltenden Rasteder AC, und ergänzte: „Es sollte ja nicht noch einen schweren Unfall geben.“

Gleich zwei davon hatte es am Sonnabend auf der anspruchsvollen Bahn am Ellernteich gegeben. Beim Oldie-Rennen waren die beiden Briten Maurice Jones und Bryan Pillow schwer gestürzt, danach erwischte es in der 250er-Konkurrenz den Schleswig-Holsteiner Malte Zyweck ebenfalls heftig. Alle drei Fahrer wurden in Krankenhäuser in Westerstede und Oldenburg transportiert, in denen sie sich auch am Sonntagabend noch befanden.

Bis dahin hatten die Besucher bei guten Bedingungen äußerst spannende Rennen gesehen. Enrico Janoschka hatte am Ende in der A-Solo-Klasse die Nase knapp vorne. Der Güstrower siegte mit 14 Punkten vor dem immer besser werdenden Daniel Rath aus Teterow, der auf 13 Zähler kam. Sirg Schützbach (11) aus Baindt am Bodensee konnte sich auf seiner Lieblingsbahn Platz drei sichern vor dem 51-jährigen „Oldie“ Bernd Diener (10) aus Gengenbach.

Ex-Europameister Stephan Katt (8) und Matthias Kröger (6) aus Bokel, beides WM-Teilnehmer, konnten ihre Bestform am Sonntag nicht zeigen. Die beiden mussten am Vorabend in La Reole in Süd-Frankreich im EM-Finale antreten und rasten dann anschließend mit ihren Transportern über Nacht zurück ins Ammerland.

„Altmeister“ Karl Keil und seine Bad Zwischenahner Beifahrerin Berit Tralau gewannen die Seitenwagen-Konkurrenz. „Es lief gut für uns“, freute sich Berit Tralau.

Sönke Petersen verblüffte die Zuschauer mit seinen Künsten im Quad. Der querschnittsgelähmte Oldenburger hatte mit einem Straßen-Quad aber keine Chance gegen die hochgezüchteten Aggregate der Konkurrenz.

1. Enrico Janoschka (D), 14 Punkte; 2. Daniel Rath (D), 13; 3. Sirg Schützbach (D), 11. A-Seitenwagen 1. Keil/Tralau (D); 2. Wehrle/Lehmann (D); 3. Radtke/Schwaß (D). B-Solo 1. Thorsten Haupt (MF Niederelbe), 18 Punkte; 2. Paul Evits (GB), 17; 3. Jens Benneker (AMSC Lüdinghausen), 14. Quads 1. Jörg Hecker, 18 Punkte und Uwe Beese, 18; 3. Martin Hirsch, 17 – 10. Sönke Petersen. 250ccm 1. Andreas Baron, 16 Punkte; 2. Ingo Allert (beide Mulmshorn); 15, 3. Udo Diekhoff (AC Rastede).

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.