CLOPPENBURG Mit einem eindrucksvollen Flutlichtrennen meldete sich der Motor-Sport-Club Cloppenburg am Sonnabend pünktlich zu seinem 60. Geburtstag in der Bahnsportwelt zurück. In nur einem halben Jahr hat die Truppe um MSC-Präsident Günther Hegger im Industriegebiet Emstekerfeld ein schnuckeliges Stadion aus dem Nichts gezaubert.

Die Fans waren dankbar und kamen in Scharen – trotz der Regenschauer noch kurz zuvor. Rund 4000 Besucher sorgten am Rande der nur 260 Meter langen Bahn für eine tolle Atmosphäre.

Und die Zuschauer bekamen einiges geboten: Rennleiter Josef Kläne hatte bei der Zusammenstellung der Fahrerfelder mit einer Mischung aus starken ausländischen Profis und deutschen Piloten ein gutes Händchen bewiesen. Diese wussten, was sie ihrem Publikum schuldig sind und bretterten mit vollem Einsatz um das Oval.

Der Beste war Piotr Swiderski. Der 27-jährige Pole sammelte die meisten Punkte und gewann auch das Finale vor Tobias Kroner aus Dohren. Auf Rang drei kam der Pole Adam Skornicki an, Platz vier belegte der überraschend starke Australier Jason Doyle. Die deutschen Langbahn-Team-Weltmeister Matthias Kröger (Platz 10) und Stephan Katt (12) hatten in dem Feld der Speedway-Spezialisten keine Chance.

„Mein zweiter Platz war hart erkämpft“, stöhnte ein zufriedener Tobias Kroner nach dem Rennen. „Diese Bahn war wirklich schwer zu fahren nach den ganzen Regenschauern der letzten Tage. Innen ging es gar nicht, das war wie Eisspeedwayfahren.“

Bei der Siegerehrung beeidruckten Piotr Swiderski und Adam Skornicki das Publikum mit einem A-capella–Vortrag der polnischen Nationalhymne und lobten die Veranstaltung: „Das war eine gute Sache hier, die Bahnlänge ist in Ordnung, aber der Bahnbelag könnte noch verbessert werden.“

In der B-Gruppe bestritt René Deddens vom MSC Cloppenburg sein Abschiedsrennen. „Mein Beruf hat Vorrang“, begründete der 18-Jährige Emsteker seine Entscheidung, die Ausbildung bei der Polizei dem Motorsport vorzuziehen. Aufgrund eines Ausrutschers im Finale verpasste er einen letzten Sieg, den sich der erst 16-jährige Danny Maaßen aus Nordhastedt vor dem Cloppenburger Ramon Stanek sicherte.

Wie es mit der neuen Bahn weitergeht, bleibt offen. „Jetzt muss die Politik entscheiden“, formulierte Günther Hegger am Ende. Cloppenburgs Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese nickte: „Es wäre schade, wenn es nicht weiter ginge.“

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