Molbergen 250 Gläubige füllten am Sonntagmorgen beim Patronatsfest der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist den Molberger Pfarrgarten, um gemeinsam mit Weihbischof Wilhelm Theising, Pfarrer Uwe Börner, Pfarrer em. Konrad Drees und Diakon Holger Meyer einen Dankgottesdienst zu feiern, sowie den Grundstein für den neuen Pfarrsaal und eine neue Johannes-Statue zu weihen. In seiner Predigt zeigte sich Theising betont dankbar, in diesem Staat leben zu können. „Der Staat hat in dieser Corona-Krise verantwortungsbewusst gehandelt, vieles richtig gemacht und so durch sein Handeln viele Menschen geschützt“, lobte Theising und verwies auf andere Staaten, in denen handelnde Politiker die Krise verharmlost und so Menschen ins Elend gestürzt hätten.

Nach dem feierlichen Einmarsch der Geistlichen mit den Messdienern und den Fahnenabordnungen der vielen Vereine der Gemeinde Molbergen erinnerte Pfarrer Uwe Börner daran, dass nicht nur die Kirche ihren Namenstag feiere, sondern auch die Schützenbruderschaft und ein Kindergarten. Eigentlich sollte dieses Patronatsfest und die Einweihung der neuen Johannes-Statue mit einem großen Pfarrfest verbunden gewesen sein. Doch unter den jetzigen Umständen freue er sich, dass er mit so vielen Gläubigen den Glauben gemeinsam feiern könne. Denn das mache Kirche aus. Das Pfarrfest werde nachgeholt.

„Glaube ist öffentlich. Den Glauben kann man nicht abgesondert leben. Ein Glaubender geht damit in die Öffentlichkeit“, betonte auch Bischof Wilfried Theising. Deshalb sei es wichtig und richtig, dass Christen öffentliche Ämter übernähmen und in politischen Gremien mitarbeiten und eine funktionierende Demokratie mitgestalten.

Da sei Johannes durchaus ein Vorbild. „Johannes war ein Mensch mit Ecken und Kanten. Er löste auch Widerspruch aus. Er hat seine Überzeugung mit dem Leben bezahlt.“ Theising beglückwünschte die Molberger Pfarrgemeinde zu dieser neuen Figur. Denn Johannes sei kein Mann von gestern, sondern einer von heute und morgen.

Dann weihte Weihbischof Wilfried Theising zusammen mit Pfarrer Uwe Börner die Statue Johannes des Täufers und den Grundstein des künftigen Pfarrsaals, dessen Pläne fertig und der mit Unterstützung von Dorferneuerungsmitteln an der Rückseite des jetzigen Pfarrheims angebaut werden wird.

Jeder Kindergarten hatte einen dicken Stein für den Bischof bemalt. „Denn bunt bemalte Steine bekamen in dieser Corona-Zeit in vielen Gemeinden eine besondere Bedeutung“, betonte Pfarreirats-Vorsitzende Birgit Werrelmann bei der Überreichung des Präsents als Dank für den Bischofsbesuch.

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