Oldenburg Jedes sechste Paket wird in Deutschland wieder zurückgeschickt – rund vier Prozent der Waren-Retouren landen im Müll. Das haben Wirtschaftswissenschaftler der Universität Bamberg ermittelt. Die Grünen fordern daher, dass es Online-Versandhändlern nicht mehr erlaubt sein soll, zurückgeschickte Waren zu vernichten. Stattdessen sollen diese unter anderem verschenkt werden.

Das ist ein guter Ansatz, der allerdings auch zum Nachdenken anregen sollte. Denn warum ist es überhaupt nötig, solche Forderungen zu stellen? Weil wir inzwischen so bequem geworden sind, dass wir einen Großteil unserer Einkäufe – von Lebensmitteln mal abgesehen – online erledigen. Und da die Retoure meistens nichts kostet, wird auch nicht großartig darüber nachgedacht, welche Folgen das hat.

Paketdienste finden kaum noch Fahrer, meist wird auf Drittfirmen zurückgegriffen – mit entsprechender Bezahlung. Je mehr Pakete verschickt werden, desto mehr Fahrzeuge sind auf den Straßen. Das führt zu mehr Emissionen und verstopften Straßen. Daher kann die Forderung der Grünen nur ein Ansatz sein. Jeder sollte seinen Konsum überdenken.

Sabrina Wendt Redakteurin / Wirtschaftsredaktion
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