Oldenburg Dass Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund häufiger sprachliche Probleme haben, als etwa das Arzt-Töchterchen, das nachmittags Geige spielt und jeden Abend vorgelesen bekommt, ist nicht weiter verwunderlich. Auch dass Kinder aus sozial schwachen und bildungsfernen Familien eher Zugang zu Smartphones, Fernsehern und Spielekonsolen als zu Büchern und Brettspielen haben, mag so sein. Doch das ändert nichts an der Tatsache, dass vermeintlich benachteiligte Kinder im Grunde genommen die gleichen Chancen haben wie der Nachwuchs aus dem Bildungsbürgertum.

Natürlich kann man argumentieren, dass nicht jeder das Geld hat, seinen Kindern etwa kostspieligen Musikunterricht zu finanzieren. Aber Liebe, Zuneigung und sich um die eigenen Kinder zu kümmern, kostet zwar Mühe und Zeit, aber kein Geld.

Es ist vielmehr unbezahlbar, seine Kinder aufmerksam auf dem Weg ins Leben zu begleiten, ihnen Rückhalt und Orientierung zu geben und Aufmerksamkeit zu schenken. Dazu gehört auch, sie sprachlich ebenso wie motorisch zu fordern und zu fördern und sie regelmäßig ärztlich untersuchen zu lassen, damit Auffälligkeiten rechtzeitig erkannt und behandelt werden können.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.