Oldenburg An sich ist es ein ganz normaler Prozess: Steigen die Zinsen in den USA, verleitet das größere Anleger dazu, kleinere Teile ihres Vermögens in sichere Anleihen umzuschichten. Das dauert so lange, bis die Märkte davon überzeugt sind, dass die steigenden Zinsen von der Wirtschaft verkraftet werden. Das Problem: Viele Anleger reagieren bei größeren Kursverlusten geradezu panisch, sie haben Angst vor dem großen Crash.

Allerdings führt ein größerer Tagesverlust nicht sofort zu einem Crash. Daher sollte besonnen reagiert werden, auch, wenn die Märkte in Korrekturphasen sehr nervös sind. Eine Korrektur war nach dem langen Aufwärtstrend der Indizes längst überfällig. Viele Aktien sind inzwischen sehr teuer, können durch die Korrektur aber wieder zu interessanten Einstiegskursen erworben werden.

Wie also sollten Mittel- und Langfrist-Anleger jetzt vorgehen? Bei fallenden Kursen sollten die Positionen nach und nach reduziert werden. Dadurch wird das Risiko aus dem Depot genommen. Beruhigen sich die Märkte, sollte wieder zugekauft werden. Kurzfristige Anleger könnten dagegen die Chance nutzen, gute Aktien, die stärker als der Markt verloren haben, zu kaufen. Und sollte es wirklich zum Crash kommen und es so aussehen, als wenn die Welt zusammenbricht, dürfte sich ein Einstieg lohnen.

Eben typisch Börse.

Sabrina Wendt Redakteurin / Wirtschaftsredaktion
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