Oldenburg Alle Jahre wieder ereilt die Welt das Wirtschaftsforum in Davos. Es gibt aber gute Gründe, das Spektakel wegzulassen, besonders in diesem Jahr.

Es mag ja schick sein, sich unter Seinesgleichen bei feinem Alpenwetter und gutem Essen einmal richtig auszuquatschen und den einen oder anderen Deal einzufädeln. Es sei den politischen und wirtschaftlichen Eliten auch ein wenig Wohlleben gegönnt. Das Leben ist schließlich anstrengend genug. Nur – in Zeiten, in denen Teile der Politik in Deutschland Oma Erna in Ganderkesee den Diesel-Fiesta stillegen wollen, ist die Chose eben auch zu einer moralischen Frage geworden. Wie öko-übel ist denn eigentlich die Pilgerfahrt der deutschen Delegation nach Davos?

Dort wollen die versammelten Heerscharen übrigens auf die Suche nach „einer globalen Architektur im Zeitalter der Vierten Industriellen Revolution“ gehen. Doch sind maßgebliche Lenker des Weltgeschicks gar nicht da: Kein Trump, kein Macron, keine May und wohl auch kein Putin. Aus den USA nicht einmal eine Ministerdelegation, aus China nur der Vizepräsident.

Da bröckelt das Interesse der Mächtigen dahin. Zeit also, Davos als das zu betrachten, was es ist: Ein für normale Menschen gänzlich irrelevantes Eliten-Wellness-Spektakel.

Dr. Alexander Will Leiter Newsdesk / Politikredaktion
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