Nwz-Kommentar Zum Ausbildungsreport
Unverständliche Zustände bei der Ausbildung

Bewerber händeringend gesucht - und trotzdem fatale Zustände in so manchem Ausbildungsbetrieb. NWZ-Redakteur Hermann Gröblinghoff meint: Die Betriebe schaden sich selbst.

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Firmen müssen sich heute anstrengen, wollen sie Auszubildende finden.Bild: DPA
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Oldenburg So wandeln sich die Zeiten. Gab es in früheren Zeiten oft ein Überangebot an Bewerben für Ausbildungsstellen, hat sich die Situation heute ins Gegenteil verkehrt. Lehrlinge werden in zahlreichen Branchen händeringend gesucht.

Angesichts dieser Faktenlage ist es vollkommen unverständlich, was der Ausbildungsreport der Jugend-Abteilung des Deutschen Gewerkschaftsbundes ans Tageslicht bringt: Lehrlinge leisten oft unbezahlte Überstunden, müssen nach Feierabend erreichbar sein und klagen über schlechte Prüfungsvorbereitung. Mit derart negativen Schlagzeilen verbauen sich die betroffenen Unternehmen ihre eigene Zukunft. Denn jetzige Lehrlinge sind die Fachkräfte von morgen. Den Betrieben, die heute nicht ordentlich ausbilden, fehlt irgendwann der Nachwuchs.

Doch glücklicherweise beinhaltet die Studie auch eine Nachricht, die Mut macht: 70 Prozent der Auszubildenden sind mit ihrer Lehre zufrieden. Diesen Wert gilt es unbedingt zu steigern. Denn die Leidtragenden wären sonst wir alle. Schon jetzt ist es nicht immer einfach, zeitnah gute Handwerker zu finden. Es sollte in unser aller Interesse sein, dass die Lage sich nicht noch weiter verschlechtert.

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