Oldenburg In Nordsyrien gibt es nur eine aggressive, destabilisierende Macht. Das ist die Türkei. Man sollte sich in Europa aus Abneigung gegen US-Präsident Donald Trump nicht vor dieser Erkenntnis drücken und sich noch viel weniger von Ankara Sand in die Augen streuen lassen.

Um Sand handelt es sich zum Beispiel, wenn der türkische Regierungssprecher versichert, sein Land würde ja nur gegen „Terroristen“ kämpfen. Nun sind die kurdischen YPG-Kämpfer sicher keine Waisenknaben – nur haben sie sich als treue Verbündete des Westens erfolgreich des Islamischen Staates (IS) erwehrt. Das geschah, als die Türkei noch radikale Moslem-Milizen in Syrien unterstützt hat. Übrigens bedient sie sich noch heute der militärischen Konkursmasse des IS im Kampf gegen die Kurden.

Damals wie heute ging es Ankara darum, jede potenzielle Keimzelle kurdischer Staatlichkeit und kurdischer Emanzipation zu vernichten – und das ist natürlich ein Krieg gegen ein Volk, nicht gegen „Terroristen“. Auch die Behauptung, es gehe ja nur um „Sicherheit“ in Nordsyrien ist Sand aus Ankara. Die Türken sind dorthin gekommen, um zu bleiben. Deshalb wird die Region als Teil des neo-osmanischen, imperialistischen Programms der Erdogan-Clique auch fleißig türkifiziert.

Was also tun? Trump hat die richtigen Knöpfe gedrückt, indem er mit ökonomischen Schlägen gegen die Türkei drohte. Europa sollte sich da anschließen – und in der Nato hat Erdogans Raubstaat schon lange nichts mehr verloren.

Dr. Alexander Will Leiter Newsdesk / Politikredaktion
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