Oldenburg Sicher ist es vernünftig, sich gegen Extremismus, von welcher Seite auch immer, einzusetzen, und in diesem Sinne ist die „Erklärung der Vielen“, die jetzt über 50 Kulturinstitutionen und Künstler im Nordwesten unterzeichnet haben, eine wichtige Sache. Allerdings darf die Wirkung bezweifelt werden.

Die Erklärung erinnert ein wenig an Unterschriftenlisten, die immer gern paketweise irgendwelchen Politikern überreicht werden, die dann gefällig in die Kamera lächeln.

Man wird einwenden, die gegen die AfD gerichtete Erklärung, die nun bundesweit auf dem Kampagnen-Markt ist, gehe doch viel weiter: Man will mobilisieren, man möchte das Thema Rechtspopulismus offensiv angehen. Indes, man rennt doch nur ein weiteres Mal hübsch mutig und leicht selbstgerecht offene Türen ein.

Keiner, der ein wenig denken kann, will dumpfes, rechtsnationales Zeug im Theater sehen. Und per se sind die meisten deutschen Bühnen, um nur bei dieser Kultursparte zu bleiben, ohnehin eher links als rechts ausgerichtet, und das ist vielleicht auch gut so.

Dr. Reinhard Tschapke Redaktionsleitung / Kulturredaktion
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.