Von Amtsmüdigkeit keine Spur: Stephan Weil (SPD) will es wissen und zum dritten Mal in Folge in die niedersächsische Staatskanzlei einziehen. Die Umfragen meinen es derzeit gut mit der SPD im Land. Allerdings, wenn der Spitzenkandidat von einem „Dreiklang“ aus Partei, Programm und Person spricht, bezieht er das vor allem auf sich: Der Slogan „Das Land in guten Händen“ passt maßgeschneidert zu Weil. Und die Umfragen beleben auch: Ohne ihr Zugpferd käme die Niedersachsen-SPD aus dem Tritt.

Zwar beteuert der 63-jährige Weil, für eine gesamte fünfjährige Amtszeit zur Verfügung zu stehen. An potenziellen Nachfolgern mangelt es jedoch nicht. Es fällt auf, wie Sozialministerin Daniela Behrens als „Shootingstar“ auf den Schild gehoben wird. Für Listenplatz 2 erhielt sie die meisten Stimmen. Und dann ist da noch Olaf Lies, der bundesweit in puncto „Energiesicherheit“ von sich reden macht und zu den Aktivposten im Kabinett zählt.

Weil, der die Fußballersprache liebt, sprach am Ende des Konvents in Hildesheim von „einer schönen ersten Halbzeit“. Er weiß, dass die zweite Hälfte, genauer: der Wahlkampf, deutlich anstrengender wird. Der Abpfiff erfolgt erst am 9. Oktober. Und bis dahin kann die SPD noch reichlich Gegentore kassieren.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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