Endlich wieder Messe! Nach zwei trostlosen Corona-Jahren ist Hannover geradezu euphorisiert. Seit Montag ist die Innenstadt voll. Handel, Hotellerie und Gastronomie profitieren von Besuchern aus der ganzen Welt. Trotz Spritpreis-Debatte sorgt das Messe-Comeback auch bei den Taxi-Fahrern für freundliche Mienen. „Wir spüren die gute Laune und die Aufbruchstimmung“, sagt Marin Prenzler von der City-Gemeinschaft.

Mit etwa 600 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Medien überaus gut besucht war der Niedersachsen-Abend auf der Messe. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) versprühte Optimismus: Niedersachsen werde Kernland der deutschen Energieversorgung. Und dank eines starken Mittelstandes und einer ebenso gut aufgestellten Industrie werde es gelingen, die Krise zu meistern. Althusmann, der aus Berlin kam, entschuldigte seine Verspätung mit einem Stau auf der Autobahn A2. Selbst die in Niedersachsen entwickelte Navigations-App „NUNAV“ habe ihm keinen schnelleren Weg in die Messehalle weisen können.  

Hannover wird derzeit zwar kaum als Kulisse für Krimi-Drehs genutzt. Im realen Leben machen die Bösen aber keine Pause. Zu den bekannten „Tatorten“ der Hauptstadt gehört das Steintorviertel. Auch der Raschplatz, den die harte Drogenszene für sich entdeckt haben soll, und der Weiße­kreuzplatz zählen zu den Problemorten. Sie stehen beim Innenstadtdialog, der sich die Aufwertung bestimmter Plätze für Kultur und Freizeitaktivitäten zum Ziel gesetzt hat, besonders im Fokus. Doch ausgerechnet der Weiße­kreuz­platz taucht nicht im Maßnahmenplan auf. Anwohner und Ratsfraktionen sind empört. Eine besondere Form der Ignoranz, meinen sie.

 Nach knapp zwei Jahren werden die gläsernen Trennscheiben zum Corona-Schutz im Niedersächsischen Landtag abgebaut. Auch die Sitzabstände in den Sitzungs- und Besprechungsräumen gehören der Vergangenheit an. Der Raum der Landespressekonferenz (LPK), wo die in Hannover akkreditierten Journalisten regelmäßig den Mächtigen auf den Zahn fühlen, präsentierte sich am Mittwoch als erster in neuer (alter) Optik. Nun sitzen die Sprecherinnen und Sprecher der Ministerien in der ersten Reihe wieder dicht an dicht. Nicht nur für den Verfasser dieser Zeilen ein ungewohntes Bild. Weil mancher die Reihenfolge hinterfragte, begann die Routine-Pressekonferenz leicht verspätet. Martina Thorausch aus dem LPK-Vorstand beendete die Debatte: „Wir machen das heute jetzt so und überprüfen die Sitzordnung dann noch mal.“

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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