Hannover Langsam nimmt die AfD im niedersächsischen Landtag ihre Maske ab. Da ist vor dem Hintergrund von Chemnitz die Rede vom „Endkampf um die Demokratie“ und bei der Debatte um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird von „Hofberichterstattung und Propaganda für die Altparteien“ gesprochen, zudem wird die AfD-Nachwuchsorganisation „Junge Alternative“ (JA) vom niedersächsischen Verfassungsschutz beobachtet.

Und das nicht ohne Grund: In einem vom Innenminister zitierten Facebook-Post der JA Niedersachsen zu Joschka Fischer und Angela Merkel heißt es: „Die alten Lämmer brüllen nochmal, dann kommt die Schlachtbank.“ Oder auch: „Deshalb die JA: Wir räumen die AfD auf und entfernen die ganzen opportunistischen Parasiten, welche die Befreiung Deutschlands verhindern.“

Die AfD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Dana Guth nennt solche Äußerungen „unangenehm“, hält die JA-Beobachtung durch den Verfassungsschutz aber für „überzogen“. Die JA in Niedersachsen überschreitet Grenzen, die AfD-Fraktion geht sprachlich immer weiter an sie heran und zeigt damit, wes Geistes Kind sie ist. Populismus und das Schüren von Ängsten bestimmen die AfD-Linie. Sachorientierte Problemlösungen? Fehlanzeige! Das kann auf Dauer nicht gut gehen, denn so funktioniert Demokratie nicht.

Lars Laue
Korrespondent
Redaktion Hannover

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