Hannover Pflegekräfte zählen nicht gerade zu den Großverdienern im Lande. Kurz vor Weihnachten flattern den in dieser Branche verdienstvoll tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Beitragsbescheide der neuen Pflegekammer ins Haus, in denen direkt mal ein Jahresgehalt von 70 000 Euro zugrundegelegt und damit der Kammer-Höchstbeitrag von 280 Euro im Jahr veranschlagt wird. Kein Wunder, dass dieses Vorgehen eine regelrechte Protestwelle nach sich zieht.

Aber nicht nur die Kammer hat an dieser Stelle ganz unglücklich agiert, auch das Sozialministerium gibt kein gutes Bild ab. Als Rechtsaufsicht der Pflegekammer hatte das Ministerium das Verfahren als nicht zu beanstanden eingestuft. Das mag rechtlich so sein, aber das Ministerium hätte bei der Prüfung durchaus auch auf die Idee kommen können, dass die Beitragsbemessung der Pflichtmitglieder nach hinten losgehen könnte. Stattdessen poltert das Ministerium und kanzelt die Kammer ab. Das ist wenig hilfreich für die ohnehin stark angeschlagene Pflegekammer.


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Lars Laue
Korrespondent
Redaktion Hannover

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