München Wollte man mit Zynismus auf die Uefa reagieren, könnte man sagen: London, St. Petersburg, Baku – macht doch auch Spiele in Indien! Oder schickt 15 000 Europäer nach China – EM-Finale und Corona-Impfung inklusive! Aber es ist nicht die Zeit für bitter-ironischen Zynismus.

Im Ernst: Als wäre eine paneuropäische (!) EM mit Fans (!) nicht fahrlässig genug, hinterließ die Uefa-Bestätigung Münchens als Spielort einen irritierenden Eindruck.

Zum DFB-Pokalfinale in Berlin am 13. Mai sind wie viele Zuschauer zugelassen? Null! Und nur fünf Wochen später sollen in München laut Uefa „mindestens 14 500“ Menschen in die Arena dürfen? München hatte Freitag eine 7-Tage-Inzidenz von 148. Derzeit sind also Versammlungen mit maximal 100 Personen erlaubt. Und das soll sich bis zum 15. Juni drastisch ändern? Man darf Zweifel haben.

Die haben auch Bayerns Staatskanzleichef Herrmann („alles vorbehaltlich der pandemischen Lage“), München Oberbürgermeister Reiter („ohne Zuschauergarantien“) und DFB-Boss Keller („...vielleicht sogar mit Zuschauern“). Zu Recht, denn es ist – bei 20 % Impfquote und einer neuen Corona-Mutante in Indien – nicht die Zeit für Garantien.

Es scheint, als sei gegenüber der Uefa und ihrem unerhörten Ultimatum nicht mit ganz offenen Karten gespielt worden. Man kann es fast verstehen.

Sei’s drum: Bilbao und Dublin sind raus, München drin. Ob das gut ausgeht? Man darf Zweifel haben.

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Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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