Bevor Borussia Dortmund am Sonnabend gegen Hoffenheim spielte, schwieg die gesamte Arena. Es war eine Gedenkminute für den gestorbenen Rudi Assauer, und das ist durchaus bemerkenswert. Zwar war Assauer früher auch einmal für den BVB aktiv, doch am bekanntesten wurde er als Manager des Dortmunder Erzrivalen Schalke. Bei Werder dagegen gab es zunächst den Plan, Assauer rund um das Heimspiel gegen Augsburg nicht zu gedenken. Dabei hatte Assauer in den 70-er und 80er-Jahren als Spieler, Interimstrainer und Manager für die Bremer gearbeitet. Schließlich trugen die Spieler am Sonntag dann aber doch einen Trauerflor.

Am Freitag auf der Pressekonferenz zum Spiel hatte Sportchef Frank Baumann darauf verwiesen, dass es einen Nachruf auf der Werder-Webseite gebe und dass Klubverantwortliche zur Trauerfeier für Assauer reisen würden. Mehr sei nicht geplant. „Es war mein Fehler, zu sagen, dass kein Trauerflor getragen wird“, räumte Baumann am Sonntag ein. „Das war ein Kommunikationsfehler.“

Enger Zeitplan

Auf eine Gedenkminute verzichtete Werder, was sicherlich auch daran lag, dass die Fans vor dem Augsburg-Spiel aufgrund des 120. Vereinsgeburtstags mehrere aufwendige Choreografien zeigten. Der Zeitplan war also eng gestrickt. Die Ankündigung, Assauer rund um die Partie nicht zu gedenken, hatte im Vorfeld einige Anhänger zu Kritik veranlasst. Am Sonnabend hatte Werder mitgeteilt, mit einem Trauerflor zu spielen. „Das sollte nie etwas gegen ihn sein. Er hat sich das natürlich verdient“, betonte Baumann.

Hintergrund: Assauer hatte sich in Bremen nicht gerade beliebt gemacht, als er 2004 die beiden Double-Helden Ailton und Mladen Krstajic von Werder zum FC Schalke lockte. Der frühere Werder-Präsident Franz Böhmert kündigte dem damaligen Schalke-Manager daraufhin die Freundschaft. „Man muss auch berücksichtigen, dass er schon lange weg ist und dass wir keine Trauerminute wollten, in der eventuell Unmutsbekundungen laut werden“, erklärte Baumann.

Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

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