Bremen Am Ende war es nicht der Rahmen, in dem große Spieler stets aus Bremen verabschiedet wurden. Als Max Kruse vor dem Spiel gegen Leipzig den Rasen betrat, um die üblichen Geschenke in Empfang zu nehmen, mischten sich unter den Applaus auch deutlich vernehmbar Pfiffe. Nach drei zum Teil tollen Jahren zeigt der Abschied, dass das Verhältnis zwischen Kruse und den Bremer Fans von Respekt geprägt war, das Liebe aber anders klingt.

„Die Basis ist da. Natürlich werden wir Max vermissen, aber wir haben gute Spieler und ich habe volles Vertrauen, dass wir das nächstes Jahr schaffen“, sagte Niklas Moisander, Abwehrchef und Vize-Kapitän über den Abschied Kruses. Das ist der allgemeine Tenor: Schade, aber es geht weiter. Oder, wie Florian Kohfeldt vor dem Spiel gegen Leipzig sagte: „Das ist für uns kein Weltuntergang.“

Monatelang wurde die Zukunft Kruses diskutiert, bevor eine der wichtigsten Personalien am Freitagnachmittag ein abruptes Ende fand. Werder stieg aus den Verhandlungen aus, weil die finanziellen Vorstellungen beider Parteien so weit auseinander lagen, dass weitere Gespräche zwecklos erschienen. Kruse steht noch ohne Klub da, das war bei seinen Ambitionen nicht zu erwarten. Wenn ein Wechsel, dann zu einem großen Klub. Jetzt bleibt abzuwarten, wo er unterkommt.

Ruhe und Zuversicht

Die Mannschaft hat die Nachricht erstaunlich gelassen aufgenommen, erfahren haben sie es von Kruse selbst. „Max hat es uns am Donnerstagabend persönlich mitgeteilt“, sagte Maximilian Eggestein. Gewusst habe er nichts, es hat sich „für mich nicht abgezeichnet“, so Eggestein. Erst durch die Aussagen der letzten Tage „konnte man ahnen, in welche Richtung es geht“.

Es bleibt der Blick nach vorne, auf die Zeit ohne Kruse in Bremen. Und da scheint niemandem bange zu sein. „Wir werden das als Team gemeinsam auffangen. Und wir können, wie Florian Kohfeldt gesagt hat, auch ohne Max“, sagte Johannes Eggestein. Jetzt müssen andere eben Führungsrollen übernehmen. Wie Maximilian Eggestein, der sagt: „Ich sehe mich da in der Verantwortung.“

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Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

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