Oldenburg „Papa, kannst du das Grüne da abmachen?“, mosert Fritz an seinem Essen herum. Es gibt keinen Spinat. Es gibt keinen Broccoli. Es gibt nicht einmal Salat. Nein, der kleine Streifen Basilikum in der Tomatensauce stört ihn, macht das ganze Essen angeblich ungenießbar. „Aber das Grüne – das ist übrigens Basilikum – macht das doch erst so richtig lecker“, versuche ich mich in Überzeugungsarbeit. Nein! Das ist „Ihhh“! Das will er nicht!

Nun ist es keine Neuigkeit, dass die Kombination Essen und Kinder nicht immer die einfachste ist. Warum sonst sollte die „Kochen mit Kindern“-Abteilung in der Buchhandlung existieren? „Firlefanz“, dachte ich mir, als Fritz begann, feste Nahrung zu sich zu nehmen: „Einfach ein bisschen weniger Salz, keine Chilis, dann wird das wohl.“ Ich hab schon größere Herausforderungen gemeistert. Schließlich hatte ich auch meine Frau über die Jahre dahingehend erzogen, dass aus „Ich mag kein glubschiges Essen - und keinen Fisch“ inzwischen ein „Machst du heute nochmal das Meeresfrüchte-Risotto?“ wurde.

Es lief doch so gut...

Und es lief sich ja auch ganz gut an. Zu Beginn wurde alles eifrig und gerne probiert. Der kleinste Teil davon landete schlussendlich im Magen, das Gros auf Mama, Papa und dem Boden. Aber immerhin: Es wurde probiert.

Irgendwann aber, den Zeitpunkt vermag ich nicht mehr zu benennen, wurde daraus „Nein! Das mag ich nicht!“

Logik a la „Aber du hast doch noch gar nicht probiert“ mag zwar für Erwachsene nachvollziehbar sein – Kinderaugen und -gaumen sehen und schmecken das allerdings ganz anders.

Was habe ich inzwischen alles versucht: Erdäpfel in den Varianten Salzkartoffel, KaPü, Ofenkartoffeln. Alles abgelehnt. Nur in frittierter Stäbchenform sind die genießbar. Tomaten als Sauce, frisch aufs Brot oder geröstet. Nope! Hähnchenfleisch??? Wenn es nicht in Dinoform gepresst, paniert und gebraten ist, hat es keine Chance. Nur Eier scheinen in jeder Variation zu gehen. Und Brot. Brot. BROT! Aber bitte auch möglichst ohne Kante und Geschmack. Blanker Toast.

HILFE!

Bevor jetzt die „Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt“-Fraktion wutschnaubend in die Tasten haut: Spart es euch! Oft genug schon habe ich mitbekommen, wie Kinder erst aufstehen durften, wenn der Teller leer war. Wie das Futter ins Kind gestopft wurde, obwohl es sich wehrte. Auf den Stress habe ich erstens keinen Bock. Zweitens – und vielleicht noch viel wichtiger – habe ich bei allen diesen Kindern ein irgendwie gestörtes Verhältnis zum Essen bemerkt. Und das will ich meinem Kind nun wirklich nicht antun.

Deshalb wende ich mich heute an euch, liebe Leidensgenossen und Eltern: Wie mache ich meinem Kind auch gesunde Sachen schmackhaft? Ich freue mich auf eure Anregungen, Tipps und Hinweise, gerne per Mail an Mannkinn@nwzmedien.de. Denn ich kann einfach keinen Toast mehr sehen.

Dies ist ein Beitrag aus „Mann, Kinners“, dem Vater-Blog auf NWZonline.

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