Abbehausen „Das war ein Traum. Jederzeit wieder. Einfach wunderbar.“ Mareen Mengers und ihre Mutter Erika Sperath kamen am Sonnabend gar nicht mehr aus dem Schwärmen heraus. So sehr hatte es ihnen die andert­halbstündige Ballonfahrt über die Wesermündung am frühen Samstagmorgen angetan.

Zugegeben, preiswert ist ein solcher Ausflug bei aufgehender Sonne und mit dem traumhaften Blick von oben auf die Wolken aus 1550 Metern Höhe nicht. Die Kosten belaufen sich auf 220 Euro. Aber es ist eben ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis. Und für Melanie und Martina Noppmann ersetzte es den ausgefallenen Sommerurlaub. „In diesem Jahr fahren wir eben über die Weser“, sagten die beiden Nordenhamerinnen lachend.

Fünf Heißluftballone starteten in Abbehausen am Samstag von einer Weide am Enjebuhrer Weg, sowohl in den frühen Morgenstunden als auch am frühen Abend. Die für den Freitag und Sonntag angesetzten Fahrten mussten wegen des zu starkem Windes abgesagt werden. Insgesamt 48 Passagiere waren mit an Bord. Alle mussten beim Auf- und Abbau mithelfen und erhielten neben einer ausführlichen Einweisung nach der Landung auch eine Urkunde sowie ihren ganz persönlichen Ehrentitel.

Die Ballontaufe hat einen historischen Hintergrund. Das Ballonfahren war in den ersten Jahren dem Adel vorbehalten. Am Samstag erfolgte die Begrüßung in die Kaste der Ballonfahrer durch das Abflammen einer Haarsträhne und mit Sekt. Der Landeplatz lag angesichts des Windverhältnisse und einer am Boden gemessenen Reisegeschwindigkeit von etwa drei bis vier Knoten unweit von Cuxhaven. „Wenn die Ballons starten, wissen wir noch nicht, wo sie landen werden“, sagte Thomas Dodt aus dem Münsterland. „Aber die vielen Wiesen hier oben bieten natürlich optimale Landemöglichkeiten.“

Thomas Dodt war einer der fünf Verfolger der Firma H2 Ballooning, die am Samstag im Einsatz waren und die Ballonfahrten mit dem Auto begleiteten. Während der Fahrt sind die Piloten ständig über Funk mit ihrem jeweiligen Verfolger verbunden. Für die einzelnen Ballons mit zwei bis sieben Fahrgästen wird Propangas benötigt. Sie verfügen über GPS und Höhenmeter. Mit an Bord ist immer doppelt so viel Propan wie voraussichtlich benötigt wird. Am Sonnabend waren das jeweils vier Flaschen à 80 Kilogramm.

Bereits in den Morgenstunden erhielt Veranstalter Udo Venema jede Menge beeindruckender Luftaufnahmen auf sein Handy. Und auch am frühen Abend war das nicht anders. Da wurden wieder zahlreiche Smartphones und Kameras gezückt. Auf der Weide am Enjebuhrer Weg hatten sich zahlreiche Schaulustige versammelt.

Bereits Ende der 1990er-Jahre hatte der Abbehauser Gastronom in Nordenham Ballonfahrten organisiert. Damals hatte es viel mehr Starts gegeben. Allerdings standen seinerzeit auch weniger Heißluftballone zur Verfügung.

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