Lohne Vor 250 Jahren siedelten die ersten Deutschen nach Russland um. Nach anfänglicher Akzeptanz und Integration wurde die Gruppe der Russlanddeutschen später zu Verfolgten im Sowjetreich. Seit gut 50 Jahren gibt es eine Rückreisebewegung, die ihren Höhepunkt nach der Wende Anfang der 1990er Jahre hatte. Die wechselvolle Geschichte dieser Migration wird noch bis zum 10. Juli in einer Ausstellung im Lohner Rathaus zu sehen sein.

Rund 180 Gäste aus der ganzen Region waren zur Eröffnung der Ausstellung in den Ratssaal gekommen. Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer würdigte die Deutschen aus Russland als „Leistungsträger und Stützen unserer heutigen Gesellschaft.“ Die Zuwanderung sei für Lohne, Niedersachsen und ganz Deutschland ein Gewinn. „Der wichtigste Baustein für gelungene Integration ist das Wissen voneinander. Daher bin ich sehr froh, diese Ausstellung heute hier im Rathaus eröffnen zu dürfen“, sagte Gerdesmeyer.

Durch das Programm führte Jakob Fischer. Er leitet das Projekt „Geschichte und Kultur der Deutschen in Russland und ihre Integration in Deutschland“. Dieses wird durch das Bundesinnenministerium gefördert. Ins Rathaus war die Ausstellung aufgrund der Initiative des Vereins Deutsche aus Russland und ihrer Vorsitzenden Irma Schmidke gekommen.

Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung unter anderem vom Lohner Shantychor „Dei Binnenschippers“, dem Chor des Vereins Deutsche aus Russland sowie volkstümlichen Tänzerinnen.

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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