Lohne Kritik kommt vom Caritas-Sozialwerk St. Elisabeth (CSW) mit Sitz in Lohne angesichts des vorgelegten „Entwurfes eines Gesetzes zur Verbesserung des Vollzuges im Arbeitsschutz“. „Grundsätzlich begrüßen wir natürlich diese Initiative zur Verbesserung der Situation der Arbeitnehmer in der Fleischwirtschaft“, sagt Heribert Mählmann, Vorstandsvorsitzender des CSW. „Jedoch sehen wir auch dringenden Nachbesserungsbedarf, etwa bei der Verpflichtung zur digitalen Arbeitszeiterfassung. Der jetzige Entwurf lässt Arbeitnehmer weiter schutzlos.“

Die in Lohne und Cloppenburg ansässige CSW-Beratungsstelle für Arbeitsmigranten unterstützt Arbeitnehmer seit 2018 in ihren Anliegen. Und die Befunde sind vielfältig: rechtswidrige Kündigungen bei Krankheit, wissentlich falsch berechnete Löhne, unterschlagene Stunden und Tage. Der für die Beratungsstelle in Lohne tätige Jurist Josef Kleier hatte es bereits 2018 so zusammengefasst: „Der Fehler liegt im System“. Unabdingbar zur Verfolgung der Arbeitnehmerrechte sei es, dass die digital erfassten Arbeitszeiten den Arbeitnehmern auch monatlich mit der Lohnabrechnung zur Verfügung gestellt werden, sagt Kleier. Hier liege ein klares Defizit im Gesetzentwurf des Arbeitsministeriums vor.

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