Lohne Nun soll es richtig losgehen mit der Sanierung der Lohner Innenstadt. Im vergangenen Jahr wurde die Stadt Lohne in das Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen. Rund neun Millionen Euro – finanziert von Bund, Land und Stadt – stehen in den kommenden zehn Jahren unter anderem für Bauprojekte zur Innenstadtbelebung zur Verfügung. Auch private Immobilieneigentümer können profitieren. Wie genau, das erklärt der Förderträger, die Firma „BauBeCon“, am Mittwoch, 5. September, um 19 Uhr bei einer Infoveranstaltung im Ratssaal.

30 Jahre nach Abschluss der letzten Innenstadtsanierung kann die Stadt jetzt erneut von einem großen Fördertopf profitieren. „Der Strukturwandel des Einzelhandels wird an den vielen Leerständen deutlich“, erklärt Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer. Diese lassen sich durch die Fördermittel zwar nicht direkt wieder mit Geschäften füllen. Aber durch bauliche Veränderungen im öffentlichen Raum, wie der Reduzierung von Barrieren oder Sanierung von Gebäuden, die das Lohner Stadtbild prägen, könne sich die Aufenthaltsqualität verbessern, so Gerdesmeyer.

Für die Umsetzung erster Projekte wurde schon jetzt mehr als 1,1 Millionen Euro Fördergeld vom Land Niedersachsen bewilligt – 500 000 Euro im Jahr 2017, 666 000 Euro in diesem Jahr. Mit diesem Startkapital, das die Stadt Lohne mit eigenen Mittel aufstockt, sollen nun erste Projekte umgesetzt werden. Konkret steht die Umgestaltung der Küstermeyerstraße auf der Tagesordnung. Auch private Projekte könnten realisiert werden. Dafür erhält die Stadt einen Verfügungsfond. „Hieraus könnten beispielsweise Fahrradständer finanziert werden“, erklärt Katrin Soffner von „BauBeCon“.

Die Stadt ist auch auf die Impulse der Bevölkerung angewiesen, wenn es um die Dinge geht, die aus dem Fördertopf finanziert werden sollen. Ein Sanierungsbeirat, bestehend aus Ratsmitgliedern sowie Vertretern des Innenstadthandels und der Anlieger, gibt seine Expertise. Die Entscheidungen fällt der Rat der Stadt.

Auf die Eigentümer der Immobilien im Sanierungsgebiet kommen, neben der Möglichkeit an Fördermittel zu gelangen, auch weitere Konsequenzen zu. Das Gebiet erstreckt sich vom Schulzentrum bis zum Rathaus sowie vom Bahnhof bis zum St.-Elisabeth-Haus. Dort hat die Stadt Lohne bei Immobilienverkäufen ein Mitspracherecht. Darüber hinaus lädt die „BauBeCon“ ab Montag, 10. September, alle zwei Wochen zwischen 16 und 18 Uhr zu Sprechstunden ins Rathaus (Zimmer 005) ein.


Mehr Infos unter   www.lohne.de/innenstadt-sanierung.html 
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