LöNINGEN Mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP hat der Löninger Rat die Einrichtung eines „Sondergebiets Einzelhandel und Dienstleistungen am Bahnhof“ beschlossen, in dem entlang der Lindenstraße Platz für die Ansiedlung neuer Fachmärkte geschaffen wird. Der Rat beschloss darüber hinaus die Gewerbegebiete „Meerdorf-Ost“ und „Remmers“. Bestätigt wurde die Benennung Anne Rameils als Elternvertreterin für den Ausschuss für Familie, Bildung, Kultur und Sport.

Für die Grünen und die Wählergemeinschaft Löningen blieben bei den Beschlüssen zu dem Sonder- und den Gewerbegebieten Fragen offen. Bernd Stegemann (WGL) wollte zum Beispiel wissen, was mit dem Feuerwehr- und dem Rathaus passiere. Eine Antwort blieb Bürgermeister Thomas Städtler schuldig. Stegemann bezeichnete die jahrelange Diskussion um das Sondergebiet angesichts vermeintlich mangelnder Information als Skandal und versuchte am Mittwochabend, den Beschluss in letzter Sekunde mit dem Antrag auf eine Bürgerbefragung zu verhindern. Dafür konnte sich nicht einmal mehr der Grüne Josef Dobelmann begeistern.

Auf den letzten Metern der langen Debatte um das Sondergebiet wurden die zulässigen Quadratmeterzahlen herabgesetzt. Für Nahrungsmittel sind 2000 Quadratmeter vorgesehen, für einen Drogeriemarkt 600 und für Schuhe und Bekleidung jeweils 400. 75 Quadratmeter bleiben für einen weiteren Fachmarkt übrig. Die Zufahrt zu dem Gelände soll von der Meerdorfer Straße aus erfolgen.

CDU, SPD und FDP sehen in dem neuen Zentrum eine Chance zur Weiterentwicklung Löningens. Mehrere Ratsmitglieder vertraten die Ansicht, die Innenstadt müsse nun neu definiert werden. Sie reiche jetzt von der Hase bis zur bald entstehenden Ost-West-Achse, die parallel zu den Schienen verläuft. Die erlaubte Gebäudehöhe in dem Sondergebiet liegt bei fünf Metern. Werbeschilder dürfen bis zu zwölf Meter herausragen. Die maximale Gebäudelänge wurde auf 100 Meter festgelegt.

Stegemann, sein WGL-Kollege Bernd Lämmermühle und Dobelmann lehnten auch das Gewerbegebiet in Meerdorf ab. Es liegt parallel zur B 213. Dort wolle sich ein Unternehmen niederlassen, das auf optische Präsenz angewiesen sei, hieß es anfangs. Nicht einmal das sei sicher, so Dobelmann. Das Abholzen des dortigen Waldes, das Wiederaufforsten und eventuelle Sandarbeiten kämen die Stadt teuer zu stehen.

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