LöNINGEN Pflegende Angehörige leisten oft große Hilfe – teils bis zur Selbstaufgabe und eigenen Vereinsamung. Ihnen soll geholfen werden.

von peter linkert LÖNINGEN - Kinder, Verwandte oder Bekannte, die oft schwer erkrankte Angehörige oder Freunde pflegen, leisten manchmal Übermenschliches. Sie gehen bis an ihre Grenzen oder darüber hinaus. Es gibt kaum Anerkennung, und als Lohn für ihre Arbeit müssen sie vielleicht sogar Kritik einstecken seitens derer, die immer alles besser wissen. Die Gefahr zu resignieren oder zu vereinsamen, weil sie für nichts anderes mehr Zeit haben und rund um die Uhr die Verantwortung tragen, ist groß.

Hier schaffen Elisabeth Pohlmann und ein Team von vier Frauen und einem Mann im Dekanat Löningen Abhilfe. Sie gehen in die Haushalte und verhelfen den Pflegenden so – wenn auch nur für wenige Stunden – zu einer Pause zum Luftholen, für einen Friseurbesuch oder einfach nur zum Kaffeetrinken mit einer Freundin.

All das läuft ehrenamtlich, wird von den Sozialstationen empfohlen und über Elisabeth Pohlmann, Referentin für Gemeindecaritas organisiert. Die Frauen und der Mann aus ihrem Team sind von ihrer Aufgabe begeistert: „Die Zeit, die wir schenken, bekommen wir doppelt zurück“, beschreibt Johanna Rickwärts ihre Eindrücke von ihrem sozialen Engagement. Die Stunden, die sie für die pflegende Angehörige einspringt, machen allen Freude: ihr selbst, der Pflegenden und dem Kranken. Auch Maria Willen findet in ihrer Tätigkeit Zufriedenheit: „Für mich war klar, dass ich nach dem Berufsleben einen sozialen Dienst übernehme.“ Den hat sie jetzt gefunden.

Ab 7. März bietet Elisabeth Pohlmann einen neuen Zertifikatskursus der Katholischen Erwachsenenbildung an, in dem weitere Männer und Frauen auf diesen entlastenden Dienst vorbereitet werden: „Wir brauche nämlich Unterstützung“, appelliert sie. Los geht es mit einem Info-Abend, und etliche Vorträge schließen sich an, in denen die Helfer intensiv auf ihre Arbeit vorbereitet werden (Elisabeth Pohlmann, Tel. 05432/30780).

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