Hamburg /Bad Kissingen Fingerfood ist abwechslungsreich und lässt im Idealfall keine Wünsche offen. „Die liebevoll angerichteten Kleinigkeiten passen zu vielen Gelegenheiten“, sagt die Hamburger Foodstylistin und Kochbuchautorin Anne-Katrin Weber. Ob als Vorspeise, Begleitung zu einem Glas Wein, als Büfett oder Flying Menü – Fingerfood lädt zum Zugreifen ein und trägt zu einer legeren und kommunikativen Atmosphäre bei.

Von den Vorteilen des Fingerfoods gegenüber einem festen, am Tisch servierten Menü schwärmt auch die Bad Kissinger Cateringunternehmerin Astrid Schmitt, die unter anderem Fingerfoodseminare für Küchenprofis und ambitionierte Laienköche gibt. „Fingerfood ist unkompliziert. Man kann probieren, was und wann man will und sich so im Laufe des Abends satt naschen.“

Die kleinen Häppchen animierten zudem, auch einmal etwas zu kosten, was man sich in einer großen Portion nicht bestellen würde. Zum Sattwerden rät Schmitt, je nach Größe mit 10 bis 15 Fingerfoodhäppchen pro Gast zu rechnen.

Was nicht direkt aus der Hand gegessen werden kann, wird auf kleinen Tellern, in Schälchen oder Minigläsern serviert. „Das kann ein Schnapsglas oder eine Espressotasse sein“, sagt Schmitt. Auch spezielle Fingerfood-Löffel, für den einen Happs vom Löffel, müssen nicht unbedingt angeschafft werden. Ein Sammelsurium aus vorhandenen Suppenlöffeln oder Omas Silberbesteck erfüllt denselben Zweck.

Frischkäse gehört zu den Topstars der Fingerfoodküche. „Naturfrischkäse schmeckt fast zu allem und passt sich an verschiedene Aromen von Oliven bis Erdbeeren an“, sagt Schmitt. Außerdem sei er ein prima „Kleber“, um auf Canapés auch aufwendigen Garnituren Halt zu geben. Besonders schön sieht es aus, wenn der Frischkäse dafür mit einem Spritzbeutel aufgespritzt wird.

Auch Benedikt Kneilmann von Bestecklos Fingerfood Berlin empfiehlt, zu Zutaten mit „verschiedenen Konsistenzen“ zu greifen. So sei es beispielsweise ratsam, ein kleines Stück Fleisch auf eine passende Creme zu setzen, damit es nicht verrutscht.

Fingerfood für eine größere Anzahl von Gästen zuzubereiten, ist aufwendig und kostet Zeit, umso entscheidender ist eine gute Planung. „Das Wichtigste ist, darauf zu achten, dass die einzelnen Gänge gut vorbereitet werden können“, betont Kneilmann. So könne man bei einem Flying Menü zunächst ein kleines Süppchen reichen und die Desserts schon vorab in Gläser füllen, damit diese nicht mehr am Abend angerichtet werden müssen. Außerdem rät der Experte, niemals jedes Fingerfoodteil bis zum Schluss einzeln anzurichten. Effizienter ist es, nach und nach einzelne Komponenten zusammenzusetzen. Also erst überall die Creme aufstreichen, dann überall das Fleisch aufsetzen.

Ein Tipp von Anne-Katrin Weber für ein schnell zuzubereitendes und attraktives Fingerfoodspießchen: Grünen Spargel garen, auf mundgerechte Länge schneiden und im Wechsel mit kleinen Mozzarellakugeln aufspießen.

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