Bremen Für Klimaschutz und Nachhaltigkeit setzt sich Dominik Lange ein. Der Student engagiert sich an der Universität Bremen, hat die Klimabewegung Students for Future mitgegründet und ist dort aktiv. Dominik Lange hat seine Ziele fest im Blick. Der 26-Jährige setzt sich dafür ein, ist klar in seiner Argumentation, hakt nach, wenn es sein muss, und bleibt dran. Dabei ist ihm ein respektvoller und verbindlicher Umgang wichtig.

Sein Ziel ist es, den Prozess voranzutreiben, dass die Universität Bremen in naher Zukunft eine klimaneutrale Hochschule wird. Auch wünscht er sich in Lehre und Forschung mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz – vor allem in den Sozial- und Geisteswissenschaften, die sich auch den Fragen von Klimagerechtigkeit und einer sozial ökologischen Transformation widmen. Hier möchte er mit der Uni-Leitung und dem Akademischen Senat, dem er angehört, etwas bewegen. „Mir ist klar, dass solche Prozesse sehr langsam gehen und Zeit benötigen. Aber wir müssen hier dranbleiben“, sagt er. „Wir haben eine Verantwortung für die Gesellschaft.“

Politisch aktiv

Politisch aktiv war Lange schon zu seiner Schulzeit in Buxtehude. Als Kreisschulsprecher des Landkreis Stade organisierte er so manche Demo. Nach der Schule begann er ein Philosophie- und Politikstudium an der Universität Bremen. Doch dabei blieb es nicht. Der Student engagierte sich im Stuga (Studiengangs-ausschuss) der Philosophie – war Mitglied im Institutsrat und organisierte natürlich auch Erstsemester-Veranstaltungen und Partys. Dann schaute er sich im AStA um. Zunächst unterstützte Lange ehrenamtlich im Bereich Nachhaltigkeit. Heute ist er Finanzreferent im AStA-Vorstand. „Durch diese Arbeit habe ich viel Verständnis dafür bekommen, wie wichtig ein gut funktionierender Verwaltungsapparat ist.“ Damit ein AStA arbeiten könne, sei nicht nur die politische Arbeit wichtig, sondern das ganze System und ein gutes Team.

Als die Bewegung Fridays for Future aufkam und in Bremen regelmäßig demonstriert wurde, gründete Lange mit anderen Studierenden die Students for Future in Bremen. Unter anderem organisierten sie 2019 eine „Public Climate School“, welche die Universität unterstützte. In den folgenden Semestern wurde aus diesem Format eine Ringvorlesung, die erst in Präsenz stattfand und während der Corona-Pandemie digital. „Uns ging es vor allem darum, einen Diskussionsraum zu schaffen, in dem man sich ohne Leistungsdruck austauschen kann und die meist sehr technische Perspektive auf den Klimawandel hinterfragt“, sagt der Masterstudent. „Studieren heißt auch, eine kritische Haltung einzunehmen. Das kommt im Studium oft zu kurz.“

Klimacamp vor Rathaus

Wegen seines politischen Engagements hat Lange auch mehr Zeit für seinen Bachelor gebraucht. Leicht zu finanzieren war das für ihn nicht, weil er als Kind einer Arbeiterfamilie Bafög bezieht. „Hier bekommt man normalerweise nur für die Regelstudienzeit Geld.“ Doch der Student machte sich schlau und stellte einen entsprechenden Antrag auf Verlängerung. Seine politischen Aktivitäten erkannte das Bafög-Amt an.

Sieht Dominik Lange durch die Pandemie die Arbeit von Fridays beziehungsweise Students for Future geschwächt? „Nein, wir haben das Thema in die Gesellschaft gebracht. Und das wird auch nicht mehr aufhören“, ist er überzeugt. Die Bewegung mache weiter, aber über mehr Formate als nur Demonstrationen. Ein Beispiel sind die Klimacamps. „Das sind Zeltlager mit weniger Personen als bei einer Demo, mit denen man im öffentlichen Raum für längere Zeit auf die Klimakrise aufmerksam machen kann“, erklärt der Student. „Meistens wird es mit Vorträgen und Workshops verbunden. Wir haben so eines vor dem Rathaus in Bremen.“

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