Berlin (dpa) - Zum Auftakt der Berlinale am Donnerstagabend hieß es auf dem roten Teppich vor allem eins: zittern. Mit nackten Schultern und tiefen Ausschnitten passten viele der Outfits mehr zu den Palmen von Cannes denn zu den bitteren Minusgraden des Berliner Winters.

Tapfer posierten Model Toni Garrn in fast rückenfreier Goldrobe und Schauspielerin Sibel Kekilli, deren Kleid an dünnen Trägerchen Ton in Ton mit dem Teppich harmonierte. Schauspielerin Christiane Paul zog im Glitzerkleid lachend die nackten Schultern hoch und bibberte filmreif vor den Fans in dicken Schals und Mützen. Rückenfrei präsentierte sich Heike Makatsch: "Wahrscheinlich bin ich dann wieder morgen krank - und das war's dann mit der Berlinale", scherzte sie.

Hochgeschlossen erschien dagegen Jury-Mitglied Maggie Gyllenhaal in züchtigem Kleid mit Puffärmeln, das durch leuchtendes Rosa mit schwarzen Paspeln aus einem Western-Saloon stammen könnte. Einen Hauch von Prärie brachte auch Kostümdesignerin Aino Laberenz mit, von Hals bis Knöchel von einem rüschigen Westernkleid bedeckt. Schauspielerin Veronica Ferres verzichtete völlig auf nackte Haut und zeigte sich stattdessen in einem glänzend weißen Seiden-Overall.

Ein gefragter Gast am roten Teppich war auch Senta Berger, die nach ihrem Interview-Reigen unumwunden zugab: "Mir ist kalt!" - und in den Berlinale-Palast entschwand.

Für den politischen Lacher zur Trump-Ära sorgte das Outfit von Anke Engelke, an deren Brust zwei Silbergitter prangten - eingezäunt, so die Komikerin, das passe doch gut. An der Eröffnungsgala der Internationalen Fimfestspiele nahmen rund 1600 Gäste teil. In den elf Tagen der Berlinale werden rund 400 Filme aus aller Welt gezeigt.

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