Berlin Was ist im neuen Jahr angesagt – trotz oder gerade wegen Corona? Was essen, trinken, tragen Trendsetter? Was machen sie in ihrer Freizeit? Ein Überblick mit möglichen Trends für 2021.

 BRALETTES: Eine Bralette (auch Bralet genannt) ist ein leichter BH ohne Bügel und Polster. Bralettes werden immer öfter als Oberbekleidung getragen und kommen meist ohne Verschluss aus. Die knapp und meist in Triangel-Form geschnittenen Oberteile liegen im Trend. Laut „Vogue“ dürfen sie im Sommer 2021 nicht fehlen: Sie sind „Key-Pieces“.

 OVERSIZE: Die Zeit der engen Klamotten soll vorbei sein. Die „Vogue“ hat bei Gucci, Dior, Balmain und Balenciaga beobachtet, dass für Männer 2021 sehr vieles möglich ist: eben auch Oversize und Baggy-Schnitte sowie Fantasie-Prints, Pastellfarben und Blumenmuster.

 SCHNÄUZER: Vollbart, Drei-Tage-Bart, Goatee – warum nicht im allgemeinen 80er-Outfit-Hype einen Schnäuzer tragen? Zwischen den glattrasierten Gesichtern vieler Männer ist er ein wahrer Hingucker.

 GEISTERKÜCHEN: Ein Trend sind Ghost Restaurants (Geisterrestaurants, auch Ghost Kitchen genannt), die ohne Tische und Stühle auskommen, weil sie nur für die Auslieferung Speisen zubereiten – also digitale Lokale ohne eigenen Gastraum, die nur für den Lieferservice kochen.

 SMART NASCHEN: So nennt Food-Blogger Oliver Numrich („naschkater.com“) den Snack-Trend für 2021. „Weniger Zucker, Fett, Salz, Kalorien, aber auch weniger Plastikverpackungen und kleinere Portionen – nicht allein die Reduktionsziele von Julia Klöckner, sondern auch die Wünsche der Verbraucher gehen in diese Richtung.“

 GIN: „In Krisenzeiten greift der Verbraucher tendenziell eher zu Vertrautem“, meint „Mixology“-Chefredakteur Nils Wrage. Deshalb bleibe bei Spirituosen wohl Gin das Zugpferd. „Ich rechne damit, dass 2021 süffige, leichte Flavored Gins mit Fruchtauszügen in sind.“

 REGIONAL TRINKEN: Analog zum Food gebe es auch bei Spirituosen vermehrt den Wunsch, regional zu kaufen, freilich nur in einer recht reichen Klientel, wie Nils Wrage, Chefredkteur bei „Mixology“, sagt. „Der hiesige Markt bietet inzwischen alles: Gin, Wodka, Rum, Whisky.“

 SOBER-TREND: Das große Feld des alkoholfreien oder alkoholarmen Trinkens bleibe ein Trend, erklärt „Mixology“-Chefredakteur Nils Wrage. Das Thema sei gesellschaftlich präsent und der Alkoholkonsum sinke. Die Frage sei jedoch, ob sich die oft überteuerten alkoholfreien Spirituosen durchsetzten. In den USA gebe es zudem den Trend „Hard Seltzer“, also leicht alkoholisierte, aromatisierte Mineralwässer, abgefüllt in trinkfertigen Portionen. „Das ist in den Staaten ein Mega-Markt und Trend, in Deutschland scheint die erste Welle hingegen gefloppt zu sein. Es wird spannend, ob die Marken dranbleiben.“

 CAMPING: Die Reisebeschränkungen der Corona-Pandemie führen zu einer neuen Lust auf ein ruhigeres, einfaches Leben. Outdoor-Händler oder auch Campingplätze erleben wohl auch 2021 noch mehr Nachfrage.

 LEBENSMITTEL RETTEN: „Retten“ ist das neue Einkaufen. Viele Produkte, die das Mindesthaltbarkeitsdatum fast erreicht oder schon überschritten haben, sind meist nicht schlecht, werden aber trotzdem oft entsorgt. Das Start-up „Sirplus“ setzt auf Nachhaltigkeit und bringt noch genießbare Lebensmittel zurück in den Kreislauf. Bislang gibt es nur in Berlin Filialen. Die eigentlich geplante Ausweitung in andere Städte kommt 2021 erst mal nicht. Ein Sprecher sagt aber: „Unser Fokus liegt gerade im Online-Abobereich, außerdem hat sich der normale Onlineshop vergrößert und es bedienen sich mittlerweile über 40 000 Kunden in ganz Deutschland an den geretteten Lebensmitteln.“

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