Betrifft: „Es gibt nur Schwarz oder Weiß – Landwirtschaft: Warum unser Reporter nicht mehr über das Thema schreiben mag“, Oldenburger Land, 23. August

Netter Versuch Herr Krogmann, aber ausschließlich Schwarz und Weiß gibt es nicht. Und es gibt auch nicht „die“ Landwirte, die diese Gesellschaft ernähren. Es gibt die von uns hoch geschätzten landwirtschaftlichen Betriebe, die uns mit Obst, Getreide und Gemüse versorgen, damit wir uns abwechslungsreich, vollwertig und pflanzlich gesund ernähren können.

Es gibt aber auch die landwirtschaftlichen Betriebe, die zusätzlich oder ausschließlich von der Ausnutzung der sogenannten Nutztiere leben und denen man ins Stammbuch schreiben sollte, dass es ökonomischer Wahnsinn ist, gute pflanzliche Erzeugnisse zu verfüttern anstatt sie als Lebensmittel zu verwenden. Ich möchte nicht wissen, welche selbst auferlegten Denkverbote oder welche falsche Beratung dahinterstecken. Zukunftsfähig ist diese Art der Landwirtschaft im Hinblick auf das weltweite Bevölkerungswachstum und die schweren Nebenwirkungen im In- und Ausland nicht. Die Situation ist aber nicht ausweglos, wenn man bedenkt, welche Innovationen im Moment auf dem Lebensmittelmarkt erscheinen. (...) Es wäre wohl sinnvoll, den Um- und Ausstieg zu fördern und dafür Gelder umzusteuern. Gibt es dafür Modellvorhaben? Wird überhaupt daran gedacht? (...) Der Vollständigkeit halber muss natürlich abschließend auf die mit marginalen Flächen quasi industriell arbeitenden Betriebe hingewiesen werden, die das System komplett ad absurdum führen. Wer denkt darüber nach, welche Alternativen man bieten kann? Eröffnet der Klimawandel neue Anbauchancen? Also Herr Krogmann, wenn Sie etwas ändern wollen, nicht mehr beleidigt sein, Krönchen richten und loslegen.

Dr. Klaus Meylahn Oldenburg

Mit besonderer Aufmerksamkeit verfolge ich alle Themen, die Sie uns Lesern als Chefreporter der NWZ in äußerst gut recherchierten Reportagen nahebringen. Ihr Bericht „Es gibt nur Schwarz oder Weiß“ verschlug mir aber im ersten Moment die Sprache. „Der wird doch wohl hoffentlich jetzt nicht die Brocken hinschmeißen“, war mein erster Gedanke. Doch ich konnte aufatmen: (...) Sie fordern: Es braucht Gesetze. Lieber Herr Krogmann, bitte nehmen Sie es mir als älterem Bundesbürger (Jahrgang 1939) nicht übel, wenn ich leider in diesem Vorschlag keinen brauchbaren Lösungsansatz erkennen kann.

Jeder gut informierte Leser hat Kenntnis darüber, dass unsere Legislative zwar durchweg sinnvolle Gesetze auf den Weg gebracht hat und sicher auch zukünftig erarbeiten wird, allein deren Missachtung und Ahndung lässt manchen Kritiker zu Recht verzweifeln. (...) Nur Sie als Redakteur sind berufen und deswegen aufgefordert, überall dort den Finger in die Wunde zu legen, wo Individuen oder Menschengruppen durch unverschuldete Interessenskonflikte seelisch und/oder materiell zu Schaden kommen könnten. Wer sonst – wenn nicht Sie und Ihre Kollegen – soll denn diesen sicher nicht leichten Job machen? Sie und wir werden die Probleme wohl nicht komplett lösen können, dennoch sollten wir alle uns tunlichst bemühen, den Argumentationen Andersdenkender zuzuhören, anschließend aber auch auf faire Gegenreaktion pochen dürfen. (...) Ich bitte Sie darum, Ihren verantwortungsvollen und einzigartigen Beruf so fortzuführen, wie Sie ihn sich selbst auf die Fahne geschrieben haben.

Udo Knirr Brake

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