Betrifft: „CDU stürzt in tiefe Krise – Parteivorsitz: Kramp-Karrenbauer überrascht mit Rückzugsankündigung“, Titelseite, 11. Februar

Nach all den Fettnäpfchen, in die AKK bisher getreten ist, und nach all den Führungsschwächen, die sie in ihrer Funktion als Parteichefin gezeigt hat, wurde es höchste Zeit, dass sie nun endlich ihren Rückzug antritt.

Das eigentliche Debakel ist allerdings nicht ihr angekündigter Rückzug, sondern der Umstand, dass sie überhaupt zur Parteichefin gewählt worden ist. Offenbar gab es zum Zeitpunkt ihrer Wahl immer noch zu viele „Lemminge“ unter den Delegierten, die vollkommen blind dem „sinkenden Stern Angela Merkel“ gefolgt sind, anstatt gleich den Kandidaten Friedrich Merz zu wählen und damit die erforderliche Neuausrichtung der Partei und zugleich die längst überfällige Abnabelung von der scheidenden Kanzlerin einzuläuten.

Nun müssen sie die Suppe auslöffeln, die sie sich selbst eingebrockt haben. Hoffentlich machen sie bei der nächsten Wahl nicht noch einmal denselben Fehler.

Peter Melzner
Oldenburg

Wenn das eine Krise sein soll, nur weil die Vorsitzende sagt, dass sie nicht über die laufende Wahlperiode hinaus in dieser Position bleiben wolle?

Sie tut doch sehr Gutes. Das ist keine Krise, das ist ein Gewinn für die neutrale Position bei der Suche nach der geeigneten Person für die Kanzlerwahl.

Viel schlimmer, und im Kommentar von Herrn Dr. Will sehr deutlich gemacht, ist der permanente Linksrutsch und die Beobachtung, dass sich CDU wie SPD der Partei Die Linke andienen könnten. (...)

Beileibe sind die AfD-Wähler nicht alle „extrem“, sie suchten ein Ventil! Mindestens genauso traue ich den Linken zu, eines Tages in die alten Bahnen zu schwenken. Zusammen mit Habeck, die Wölfe im Schafspelz. Und unsere junge „Intelligenz“ hilft kräftig mit beim großen Vergessen!

Herbert Dirksen
Ganderkesee

Betrifft: „Merkel-CDU vor dem Ende“ – Analyse von Armin Maus zur Lage der Partei und über die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer“, Meinung, 17. Februar

Den Kommentar von Armin Maus „Merkel – CDU vor dem Ende“ kann ich überwiegend unterstreichen. Es ist in der Tat so, dass die CDU ohne Merkel nicht kann. Allerdings teile ich nicht die Aussage „Die CDU verzweifelt auf der Suche nach irgendeiner Richtung“. Vielmehr glaube ich, die CDU braucht keine Richtungsdebatten, vielmehr eine solide, auf Kontinuität ausgerichtete Führung.

Über lange Zeit war sie ein Hort der Verlässlichkeit, der Stabilität und des Vertrauens. Diese Zeiten sind längst vorbei. Gegenwärtig bemühen sich vier Bewerber um die Ämter als Bundeskanzler und Parteivorsitzender. Gemessen an den Ansprüchen (...) kann keiner dieser vier Bewerber überzeugen (...).

Der jetzt von vielen favorisierte Kandidat Merz wird meines Erachtens überschätzt und was noch schlimmer ist: Er leidet an Selbstüberschätzung. Sein ausgeprägtes Ego zeigte sich kurz nach AKKs Rücktrittsankündigung, als er sich selbst ins Spiel brachte. (...) In vorderster Front der Politik stand er nur zwei Jahre und das vor zwei Jahrzehnten. Seitdem er wieder vorn mitspielen will, hat er viele Fehler gemacht. Wackeln am rechten Rand und Attacken gegen Merkel (...) Sollte Merz seine Attacken gegen Merkel weiter fortsetzen, wird die Partei bei vorgezogenen Neuwahlen nicht mehr stärkste Kraft werden. Bei einem Rechtsruck verliert sie Wähler der Mitte, aber holt keineswegs AfD-Wähler zurück. Wer rechts wählen will, findet in der AfD mehr Übereinstimmung, als es die CDU jemals bieten könnte.

Wer auch immer die Nachfolge von Frau Merkel antreten wird, es wird viele Bürger in diesem Land und wohl auch international geben, die sich an die Zeiten von Frau Merkel gerne zurückerinnern.

Heinrich Westerhaus
Oldenburg

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.