„Thilo Sarrazin geht freiwillig“, Titelseite, 10. September sowie weitere Berichterstattung zu diesem Thema

Was ich beängstigend finde, ist, dass ein (Groß-)Teil der deutschen Politiker offensichtlich meinen, die im Grundgesetz verankerte freie Meinungsäußerung sei nicht für alle Bürger gleich geltend. Ich meine nicht, dass man Thilo Sarrazins Meinung am liebsten verboten sähe, sondern vor allem, dass die Meinung der Bevölkerung nicht ernst genommen wird.

Stattdessen versucht nicht nur die SPD-Spitze, die allgemeine Meinung zu diktieren. Dass aber ein Großteil der Bevölkerung den Thesen Sarrazins positiv entgegen steht, wird dabei gerne vergessen. (...)

Jaro Ehlers, Wildeshausen

Gott sei Dank hört man jetzt auch Stimmen prominenter und geachteter Autoren und Publizisten wie Ralph Giordano und Henryk M. Broder, die sich an die Seite von Thilo Sarrazin stellen und dessen Ansichten, Feststellungen und Warnungen verteidigend begleiten. Enttäuschend und unverständlich dagegen ist das Verhalten von Bundespräsident, Kanzlerin und Parteiführern in dieser eminent wichtigen Sache. (...)

Christoph Peters, Westerstede

Der Rückzug Sarrazins aus der Bundesbank hat Größe – eine Größe, die u. a. weder Wulff noch Angela Merkel noch die SPD aufweisen können.

Ich finde es bedauerlich, dass wir von solchen Pauschal-Empörern politisch rückgratlos „verwaltet“ werden. Unsere Regierung ist in meinen Augen nur noch peinlich. (...)

Karin-Rosemarie Knönagel, Oldenburg

Thilo Sarrazin, hochintelligent, hat den Mut, auf seine nicht immer feine Art, brisante Tabu-Themen publik zu machen, obwohl es für ihn vorteilhafter wäre, sich der schweigenden Mehrheit anzuschließen. Hat er aber deshalb diesem Land Schaden zugefügt, oder spricht er nur aus, was viele denken? Darüber streiten sich jetzt die politischen Geister. (...)

Insoweit hat Thilo Sarrazin mit seinen Thesen bereits eines bewiesen: Fern jeder Realität träumt die politische Klasse von einer heilen multi-kulturellen Gesellschaft, unfähig die damit verbundenen Probleme zu erkennen.

Gisela Lüttmann, Bad Zwischenahn

Herr Sarrazin lieferte Zahlen und Fakten zur Integrationsproblematik, die stichhaltig sind, auf den Tisch gehören und ja auch schon bei den politischen Gremien angekommen sind. Das ist auch gut so. Gleichzeitig benutzt Sarrazin seine berechtigten Hinweise aber dazu, um unter dem Tisch eine Gesinnung unters Volk zu bringen, die ein Menschenbild propagiert, über das ich mich hier wohl nicht weiter auslassen muss. Diese untermauert er noch mit pseudowissenschaftlichen Belegen und bedient sich in einer pauschalen Be- bzw. Aburteilung von Mitmenschen unseres Landes einer Ausdrucksform, die viele so genannter islamistischer Hassprediger in den Schatten stellt. (...)

In Gedenken an die sehr ehrenwerte Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig bleibt nunmehr schließlich jedem selbst überlassen, Nutzen und Schaden, die Herr Sarrazin unserem Land – übrigens auch im internationalen Ansehen – gebracht hat, gegeneinander abzuwägen.

Juergen Helmerichs, Rastede-Loy

Aha, so ist es also in der Politik, wenn man freiwillig geht ?

Was sich hier gerade abspielt, bzw. gerade abgespielt hat, erinnert eher an eine Mischung aus Schmierenkomödie und Hexenjagd. Allein die Tatsache, dass Dr. Thilo Sarrazin selbst von enormem Druck auf ihn spricht und der Wertung, dass dies niemand lange aushalten könne, sagt schon alles. Von wem dieser besagte Druck ausgegangen ist, hat er selbst kommentiert, nämlich von der gesamten politischen „Klasse“ und wir alle haben es in den vergangenen Tagen hautnah miterlebt. (...)

Trotz dieser Entscheidung, ob freiwillig getroffen oder nicht, hat sich Herr Dr. Sarrazin unser aller Respekt verdient und es bleibt zu wünschen, dass es mehr Bürger in unserem Land gibt, welche sich ihrer Grundrechte nicht berauben lassen und offen ihre Meinung sagen.

Rolf Schäfer, Bad Zwischenahn

Was heißt hier eigentlich Integration? Nach der Berichterstattung der letzten Wochen ist es schon beachtlich, wie schnell jemand wegen seiner Meinung verurteilt und fast an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden kann. Integration ist das Wort der Stunde und die Politik ist bereit, Unsummen an Steuergeld zur Verfügung zu stellen. Eine messbare Größe, wann Integration gelungen ist, gibt es aber offenbar nicht. (...)

Meine Vorstellung von gelungener Integration ist, wenn jemand deutsch spricht und denkt, deutsch fühlt und nach seiner Heimat gefragt, ohne zu zögern „Deutschland“ sagt. Der bereit ist, für dieses Gemeinwesen alles zu geben und wenn es sein muss, auch das Leben, genau so wie es Jahr für Jahr Tausende deutsche Rekruten schwören. Wer das will, schwenkt bei der nächsten Weltmeisterschaft die deutsche Fahne, und wenn sein Leben einmal zu Ende ist, dann lässt er sich auch in deutscher Erde begraben. Wer das nicht will, ist als Gast herzlich willkommen, ein Deutscher ist er nicht.

Harald Mausolf, Ganderkesee

Der gesamte SPD-Bundesvorstand war offensichtlich von allen guten Geistern verlassen bei der jüngsten Absegnung des Parteiordnungsverfahrens gegen Herrn Sarrazin. Diese Entscheidung wird sich aus meiner Sicht als Rohrkrepierer erweisen. Parteiaustritte von SPD-Mitgliedern werden die Folge sein im Verbund mit erheblichen Sympathieverlusten bei breiten Bevölkerungsschichten, wenn sich diese überhaupt noch für die SPD interessieren. (...)

Horst Werner, Wildeshausen

Zum Thema Dr. Sarrazin möchte ich sagen: Hut ab vor einem Menschen, der endlich mal die Dinge ausspricht und beim Namen nennt, an denen unser Land leidet und die nicht in Ordnung sind. Ein Drittel aller gebürtigen Deutschen denkt doch insgeheim ganz genauso. Diesem Mann zollt meine volle Anerkennung, denn er spricht mir in allem aus Seele und Herz. Danke!

Günter Ohlebusch, Hude

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