Betrifft: „Sträflich träge“, Kommentar von Alexander Will zur Außenpolitik Obamas, Meinung, 10. April

In seinem Kommentar „Sträflich träge“ vom 10. April 2013 beklagt Herr Will die außenpolitische Trägheit von Präsident Obama und bedauert, dass Präsident Bush jun. es versäumt hat, die Nuklearkapazitäten des Iran und Nordkoreas nicht „zerschlagen“ zu haben. Natürlich sind die Atommachtbestrebungen dieser unberechenbaren Staaten eine sehr große Bedrohung. Ich frage mich aber, woher Herr Will seine Kenntnis bezieht, dass Präsident Obama zu wenig dagegen tut.

Es ist doch logischer zu vermuten, dass hinter den Kulissen eine rege Diplomatie, vor allem mit China, im Gange ist. Wenn solche Gespräche in der Öffentlichkeit diskutiert würden, gäbe es die Gefahr, dass einer der Beteiligten das Gefühl hat, „sein Gesicht zu verlieren“, und in dem Fall könnte alles scheitern.

Mir ist es sehr viel lieber, die Bedrohung würde auf diplomatischem Wege beseitigt, als durch „Zerschlagen“. Denn eines ist sicher: Jedes „Zerschlagen“ würde unzählige Opfer kosten und Präsident Bush hat auch so schon zu viele Probleme hinterlassen. Das ruhige und besonnene Agieren von Präsident Obama ist mutiger als jedes Drohen und Säbelrasseln.

Sylvia Didem Oldenburg

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