„Mit privater Versicherung Lücke schließen“, Warentest, 31. Januar

Mit Aufmerksamkeit haben wir Ihren Artikel auf Seite 24 gelesen und möchten einiges dazu sagen:

Wir sind Anfang 60, sportlich aktiv und gesund. Gerne würden wir eine Zusatzversicherung für die Pflege abschließen, aber man will uns nicht! Mehrere Versicherungen haben uns abgelehnt, weil wir ein paar kleine Zipperlein haben, wie jeder in unserem Alter. Für uns stellt sich die Sache so dar: Die Versicherungen wünschen sich als Kunden junge Menschen, die noch viele Jahre einzahlen. Ältere Menschen sind gar nicht erwünscht und werden rigoros aussortiert. Die Versicherungsgrenze liegt zwar bei über 60 Jahren, aber praktisch hat man gar keine Möglichkeit mehr, aufgenommen zu werden. (...) Wir wünschen uns deshalb eine staatliche Regelung, die uns eine Chance zur Pflegeversicherung bietet.

Sylvia Didem und Hans-Georg Dibbern, Oldenburg

„Rösler: Familie bei Pflege entlasten“, Titel, 15. Februar

Die Erklärung von Gesundheitsminister Dr. Rösler nach dem Spitzentreffen mit den Pflegeexperten muss man als „sehr dünn“ bezeichnen, um nicht noch treffender die Bezeichnung „Hinhaltetaktik“ zu gebrauchen. Die Pflegeversicherung ist aus Sicht der Hilfebedürftigen und pflegenden Angehörigen zu bürokratisch und zu sehr ausgerichtet auf finanzielle Ansprüche der professionellen Pflegebetriebe und Pflegeeinrichtungen.

Die finanziellen Rechte, die der Gesetzgeber Angehörigen zugesteht, die ihr Familienmitglied rund um die Uhr pflegen, sind als beschämend zu bezeichnen. Unsere immer älter werdende Gesellschaft benötigt neue praktische Ansätze der Absicherung für Krankheit und Pflege. (...)

Günter Steffen, Lemwerder

„Kurzzeitpflege: Zuschuss sorgt für großen Unmut“, Region, 22. Januar

Nach einer Langzeitstudie der Universität Hamburg gibt es in Deutschland über zwei Millionen Pflegebedürftige – mit steigender Tendenz. Davon werden ca. vierzig Prozent von Angehörigen zu Hause gepflegt.

Eine Forsa-Umfrage (Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen) im Auftrag der TK (Techniker Krankenkasse) bestätigt dies. Für die pflegenden Angehörigen ist es eine Mammutaufgabe! Jeder zweite pflegende Angehörige gab an, dass ihn diese Aufgabe an den Rand eines Burn-out (...) bringt.

Der Wegfall der Bezuschussung von kurzzeitig genutzten Pflegeplätzen in vollstationären Einrichtungen bedeutet eine zusätzliche finanzielle Mehrbelastung von 467 Euro (bei vier Wochen) für die Mehrheit der pflegenden Angehörigen, da nur noch solitäre Kurzzeitpflegeeinrichtungen bezuschusst werden .

Im Oberzentrum Oldenburg und im Umland gibt es keine solitäre Kurzzeitpflegeeinrichtung – in Niedersachsen gibt es nur fünf solcher Einrichtungen, die weiterhin bezuschusst werden.

Dies bedeutet für pflegende Angehörige, wie mich, dass bei einem Krankenhausaufenthalt oder einem dringenden Erholungsurlaub zusätzliche Kosten von 16 Euro pro Tag anfallen – für viele ein unlösbares Problem!

Rudolf Stork, Oldenburg

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