Betrifft: „Minister will Schnäbelkürzen verbieten“, Niedersachsen, 9. Juli

Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man über die Planungen des Ministers Meyer lachen. Es soll etwas verboten werden, was in Niedersachsen schon verboten ist. Herr Meyer will sich bundesweit für das Abschaffen dieser schrecklichen Tierquälerei einsetzen. Wie wäre es denn, Nutztiere so zu behandeln, wie sie es verdienen? Mit Respekt und einem würdevollen Leben, bis sie dann als Nahrungsmittel auf unserem Tisch landen. Den Hennen müsste nichts abgeschnitten werden, wenn sie so leben könnten, wie es normal ist, wenn sie picken und scharren dürften.

Die größte Frechheit ist aber, dass diesen Tierschändern dann auch noch Entschädigung in Aussicht gestellt wird, wenn es (...) zu Ausfällen kommt. Der Verbraucher darf dann für ein „tierschutzgeprüftes“ Ei sechs Cent mehr bezahlen. Was muss dann ein Ei kosten, wenn alle Quälereien und Schändereien verboten werden? In Deutschland darf man (Nutz-)Tiere quälen, um mit geringen Produktionskosten einen hohen Gewinn einzufahren.

(...) Dem Verbraucher bleibt nur der Weg zu den Selbstvermarktern oder der Verzicht auf diese Produkte. Ein Einsehen oder Umdenken der Agrarindustrie ist nicht Sicht.

Carsten Santjer Rastede

Als ich heute die Überschrift in Bezug auf das Schnabelkürzen bei Legehennen las, kam mir sofort die Frage auf, weshalb es noch immer erlaubt ist, einigen Hunderassen nach der Geburt den Schwanz abzuschneiden, zu kupieren, wie es so verschönt genannt wird. Glaubt oder denkt denn ein Mensch, dass das den Hunden keinen Schmerz bereitet, nur weil sie noch Welpen sind und sich nicht wehren können?

Wozu hat die Natur den Hunden diese teilweise wunderschönen Ruten gegeben? Sie zeigt nicht nur Gemütsbewegung an, sondern ist auch ein wichtiger Faktor beim Zusammentreffen mit anderen Hunden. Von Hund zu Hund sozusagen.

Nur weil es Mode, Sitte, Brauch ist, werden den Hunden Schmerzen zugefügt und ihnen etwas ganz Besonderes genommen.

Dass man Legehennen die Schnäbel kürzt, habe ich heute erst durch den Artikel erfahren, und ich frage mich, wie weit die Menschheit noch gehen will, die Welt auszubeuten?

Manchmal wünscht man sich, es gäbe noch ein höheres, größeres Lebewesen, welches mit denen, die Tieren so etwas antun, auf gleiche Art und Weise verfährt.

Auch wir haben einen Hund zu Hause – mit einem kupierten Schwanz, da er ein Jagdhund ist. Weil es bei der Rasse so Brauch ist. Hätte ich es verhindern können, hätte ich es getan. Doch als wir den Hund damals besichtigen gingen als kleinen Welpen, war der Schwanz schon ab.

Alice Frerichs Westerstede

(...) Da muss ein Landwirtschaftsminister aus Hannover – mit einem „hochkarätigen“ Tross von Experten der jeweiligen Interessengruppen um sich herum – erst eine Lustreise in die Alpenrepublik machen, um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass Hühner auch ohne das barbarische Schnabelverstümmeln gewinnbringend Eier legen. Welch ein berauschendes Ergebnis für die Menge Steuerzahlergeld.

Dabei hätte dem grünen Herrn Meyer jeder im Lande, der auch nur im Entferntesten schon einmal mit Hühnervolk zu tun gehabt hat, mit wenigen Sätzen und auch für einen grünen Minister begreiflich erklären können, wodurch der sogenannte Kannibalismus in der Hühnerhaltung hervorgerufen wird. Nämlich durch physische Überlastung (...), durch zu große Enge in der Haltung, durch die „preisgekrönten“ Errungenschaften der Futtermittelindustrie etc.. Das als Kannibalismus benannte sich gegenseitige Zerfleischen von Federvieh ist ein reines Stress-Symptom.

Zu dem Entschluss, Schnabelamputationen bei Hühnern zu untersagen, hatte sich Herr Meyers Vorgänger in der schwarz-gelben Vergangenheitsregierung schon durchgerungen – da ist seine jetzige Ankündigung doch nur ein abgeschmacktes Plagiat.

Warum hat er nicht den Mut, (...) zumindest diesen abartigen und verächtlichen Umgang mit unseren gefiederten Mitgeschöpfen sofort zu verbieten? Was bedarf es der „Schonfrist für Wölfe“ bis Ende 2016? (...)

Ewald Eden Wilhelmshaven

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.