Betrifft: „Ab Montag wieder Stillstand – Corona: Neuer Rückschlag für Gaststätten – Schulen, Kitas, Geschäfte bleiben offen“, Titelseite, 29. Oktober

Nationales und solidarisches Handeln sind angesagt! (...) Mit Blickrichtung auf die verhängnisvolle Pandemie-Entwicklung und die Versäumnisse uneinsichtiger Menschen nach dem Sommer sind die beschlossenen Maßnahmen notwendig und folgerichtig, wozu auch die finanzielle Unterstützung betroffener Wirtschaftszweige zählt. (...)

Ob die zeitlich befristete Abriegelung zu der angestrebten und gewünschten dauerhaften Reduktion der Infektionszahlen führen wird, bleibt natürlich abzuwarten. Unabhängig von den Erkenntnissen, die der November bringen wird, werden wir wohl noch weiter mit dem Corona-Virus leben und daran orientierte längerfristige Strategien und Evaluationsinstrumente sowie ein prozessuales Qualitätsmanagement entwickeln müssen. Dabei gelten die Zielperspektiven, die Wirtschaft am Laufen zu halten und zu stabilisieren, die Vernichtung von Wirtschaftskraft und Betriebsvermögen aufzuhalten, die Bildungseinrichtungen offen zu halten, die Krankenhäuser wieder in einen Normalbetrieb (ohne zum Beispiel Verschieben von Operationen) zu bringen, den Einbruch von Covid-19 in die ältere Generation aufzuhalten, die von außen hineingetragenen quarantänebedingten personellen Ausfälle in Kliniken und Altenpflegeeinrichtungen bereits im Vorfeld wirksam zu bekämpfen und die permanente Überlastung der im roten Bereich arbeitenden Gesundheitsämter durch mehr Fokussierung auf „vulnerable Gruppierungen“ abzubauen.

Das sind angemessene, anspruchsvolle und ehrgeizige Ziele in einer fragilen Situation, deren Umsetzung über unser zukünftiges ökonomisches und gesellschaftliches Miteinander und die weitere Akzeptanz entscheiden wird – und das nicht nur zur Weihnachtszeit…

Dr. Hans-Gerd Dahmen Howiek

Fast alle Bürger verstehen, dass in der augenblicklichen Lage von der Regierung Maßnahmen beschlossen werden müssen, die uns alle mehr oder weniger in unseren Freiheiten einschränken. Zu Recht erklären uns die Experten immer wieder, dass die Maßnahmen nur dann zum Erfolg führen können, wenn wir Bürger solidarisch handeln und die notwendigen Einschränkungen akzeptieren und im Alltag auch leben.

Da erscheint es völlig unverständlich, wenn gleichzeitig Spitzenpolitiker wie zum Beispiel Herr Kubicki offen dazu aufrufen, die von der Regierung beschlossenen Maßnahmen nicht zu akzeptieren, sondern hiergegen zu klagen. Mein Verständnis von Solidarität und von Vorbildfunktion ist da ein anderes.

Klaus Neuhoff Bad Zwischenahn

Einfache Wahrheiten zu Corona. Der augenblickliche Zustand der Corona-Pandemie lehrt uns, dass

-tonnenweise, mit einschlägigen Kommentaren und Beiträgen bedrucktes Zeitungspapier,

-Hunderte von Stunden Rundfunk und Fernsehübertragungen mit Diskussionsforen und Talkshows,

-nicht enden wollende Kabinetts- und Länderchef-Sitzungen

-von Millionen heruntergeladene Corona-Apps …

weitgehend wirkungslos geblieben sind.

Denn nur, wenn jeder und jede Einzelne sich an die sattsam bekannten Regeln gehalten hätte, wäre Corona größtenteils Geschichte.

Hätte, hätte, … Fahrrad ....

Dass es noch immer viele gibt, die diese Regeln ignorieren, liegt wohl am Mangel folgender klarer Einsicht: Stecke ich mich – weil ich diese Regeln ignoriere – irgendwo und bei wem auch immer – an und gebe das Virus ebenso regelwidrig an einen anderen Menschen weiter und dieser Mensch stirbt an dieser Infektion, dann habe ich seinen Tod zumindest – billigend in Kauf genommen. Ich trüge die Verantwortung dafür. Ich trüge die Schuld am Verlust dieses Menschenlebens!

Würde sich diese Einsicht möglichst bald in den Köpfen so genannter Querdenker und Corona-Ignoranten ausbreiten, dann und nur dann könnten wir auf eine gesegnete Weihnacht hoffen.

Peter K. Drewing Waddewarden

Covid-19 hält die Welt im Würgegriff und ein erneuter Lockdown steht Deutschland bevor. Jeder mag seine eigene Meinung dazu haben, doch es ist mir völlig unverständlich warum man dieser Regierung ein gutes Krisenmanagement attestiert. Unsere Kinder sitzen mit Mund-Nasenmasken in kalten Klassenzimmern, aber unsere Kanzlerin hat ohne den Verlauf der Pandemie abzuwarten, frühzeitig ca. 140 Milliarden Euro, finanziert durch Kredite, ins Ausland verschenkt (...).

Mit einem Bruchteil der 140 Milliarden hätte man seit dem Frühjahr jedes einzelne Klassenzimmer und Seniorenheim in Deutschland, mit wirksamen Filteranlagen ausstatten können und müssen, denn täglich warnt man uns davor, dass die Wintermonate hart werden würden. Vielen Schulen und Schülern fehlt es nach wie vor an digitalem Equipment, was auch homeschooling unmöglich macht. Nicht nur am Beispiel der Schulen zeigt sich das tatsächliche Versagen dieser Regierung in der Pandemie, denn ganze Wirtschaftszweige liegen seit Monaten ohne Hilfe am Boden und es ist zu befürchten, dass neben den an (oder mit) Corona Verstorbenen, viele dem Suizid aus Verzweiflung zum Opfer fallen. Man setzt weiterhin mit Prof. Drostens, Prof. Wielers und Prof. Lauterbachs Meinungen (und keiner war je praktizierender Humanmediziner), lediglich auf drei Personen anstatt mehrere Expertengremien zu bilden, um für alle Bereiche das bestmögliche Konzept ausarbeiten zu lassen. Das andauernde Hin und Her in den Maßnahmen, zum Beispiel Maske ja, nein, vielleicht, kann keiner mehr verstehen, zumal es keine einheitlichen Regeln gibt. Der bayrische Ministerpräsident mit Kanzleramtsambitionen, hat zudem in seinem Bundesland trotz harter Linie und sich selbst als „Macher“ sehend, offensichtlich die Kontrolle völlig verloren, oder nie gehabt. (...)

Ralf Buchholz Wardenburg

In letzter Zeit nehmen Corona-Infektionen deutlich zu. Positiv auf Covid-19 getestet zu sein bedeutet aber nicht, dass man daran erkranken muss, genauso wie nicht jeder an Herpes erkrankt, obwohl dieses Virus nahezu in jedem Menschen nachweisbar ist. Die Bevölkerung erfährt kaum, dass in den allermeisten Fällen keine oder nur milde Symptome auftreten sowie die für Covid-19-Patienten vorgehaltenen Krankenhausbetten wenig belegt sind.

Von Belang sind jedoch die Corona-Toten. Aufschlussreich könnten die Sterbefallzahlen dieses Jahres sein. Sie sind beim Statistischen Bundesamt online zu erfahren, dazu auch die Fallzahlen von 2016 bis 2019. Zu erwarten wäre in der Zeit vor Ausrufung der Pandemie/des Lockdowns (Januar-März), coronabedingt, eine gravierende Übersterblichkeit. Erstaunlicherweise bewegen sich die Fallzahlen aber in einem völlig normalen Bereich. Das ist auch in den nachfolgenden Monaten so, seit Juni bis heute liegen sie sogar auf einem äußerst niedrigen Niveau. Eine gravierende Übersterblichkeit gab es lediglich im März 2018 – ohne Corona (damals 25 000 Grippetote, aber ohne Lockdown).

Es fällt schwer, bei diesen Zahlen eine Pandemie zu erkennen. Vielleicht sollte man doch renommierte Mediziner wie Prof. Bhakdi, Prof. Streek und Dr. Wodarg ernst nehmen, die die Gefährlichkeit einer Covid-19-Infektion und einer Grippe als vergleichbar ansehen. In ähnlicher Weise hatten sich auch neun ostfriesische Ärzte Ende Mai in einer Pressemitteilung geäußert.

Friedrich Klammrodt Strackholt

Aktuelle Zitate des Präsidenten des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery: Montgomery kritisierten die Unvernunft vieler Menschen in Deutschland im Umgang mit der Pandemie. Eigentlich müssten die Abstands- und Hygieneregeln ausreichen, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen, sagte der Mediziner, doch „die Menschen sind zu unvernünftig“.

Montgomery kritisiert das Abwarten der Politik bei den neuen Corona-Schutzmaßnahmen bis zum 2. November: „Warum geben wir dem Virus noch bis Montag Zeit?“ Muss man mehr sagen?!

Alle, die jetzt jammern und klagen, sollen sich gefälligst klarmachen, dass alle in der Pflicht sind, alles zu tun, um der Lage so gut wie möglich Herr zu werden. Und wenn Gastronomie, Kultur und alle weiteren von Einschränkungen oder Schließungen Betroffenen darauf verweisen, dass sie Hygienekonzepte entwickelt haben, ist das sehr löblich. Doch sollten sie sich auch klarmachen, dass trotz aller Hygienekonzepte immer ein Restrisiko bleibt und deshalb die Verantwortung für die allgemeine Gesundheit in jedem Bereich stets über allem anderen zu stehen hat.

Von alldem mal ganz abgesehen, für zum Beispiel Gastronomen ergibt sich doch durch die angekündigten Entschädigungen auf der Basis der Einkommen vom November 2019 ein vierwöchiger steuerlich bezahlter Sonderurlaub. Den kann man auch nutzen, um zu Hause mal ein gutes Buch über verantwortungsvolles gesellschaftliches Miteinander und erforderliche Selbstverantwortung zu lesen. (...)

Helmut Kreimeyer Oldenburg

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