Betrifft: „Hund läuft auf A 29 – Polizei muss Tier töten“, Titelseite, 7. Februar

(...) Der Ausgang dieses Geschehens macht mich fassungslos. Wie ist es möglich, dass sogar Großwildtiere mit einem Betäubungsmittelgewehr für einen erforderlichen Zeitraum außer Gefecht gesetzt werden können, aber bei solch einem wundervollen Hund soll das angeblich nicht möglich gewesen sein.

Wenn zum Beispiel ein schwerer Verkehrsunfall vorliegt, dann werden Autobahnen für etliche Stunden voll gesperrt, aber wenn sich ein Hund nicht sofort einfangen lässt, dann zählen andere Werte und das Tier wird einfach nach kurzer Zeit erschossen. (...)

Peter Brand Oldenburg

Schon beim Lesen der Überschrift des Artikels in der NWZ am Freitag über die Tötung des Hundes wusste ich, was passieren wird: ein reflexartiger Sturm der Entrüstung hinsichtlich des Vorgehens durch die Polizei. Die Bestätigung fand ich leider schon auf der Titelseite der NWZ am nächsten Tag.

Der getötete Hund ist zu bedauern, der Beamte, der ihn zu erschießen hatte, allerdings nicht weniger. Vielleicht bin ich zu naiv, aber in solchen Situationen vertraue ich erst einmal den Einsatzkräften und ihren Fähigkeiten. Einem Hundeführer der Polizei die Kompetenz in dieser Lage abzusprechen, finde ich grenzwertig. Welche Waffe geeignet ist, weiß ein Polizist, der an Waffen ausgebildet ist, auch wenn es eine MP5 ist. Aufgrund der Stellungnahme der Polizei habe ich den Eindruck, dass die Beamten vor Ort nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt haben. Immerhin ging es darum, einen schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn zu verhindern und zahlreiche Verkehrsteilnehmer auf der A 29 waren in großer Gefahr. (...)

Dr. Ralf Heinzel Oldenburg

Was für ein Bild. Schockstarre auf der Autobahn. Nichts geht mehr. Eine Szene wie aus einem Katastrophenfilm. Auf der einen Seite ein Polizist, daneben ein quergestellter Dienstwagen, dahinter eine stehende Blechlawine. Auf der anderen Seite ein zweiter Polizist, bewaffnet und mit Sicherheitsweste. Einige Meter davor ein kleiner Mischlingshund, der verwirrt umherläuft. Dieser harmlose, kleine Hund muss dann schließlich mit einer Maschinenpistole erschossen werden? Hätte es sich hier um einen gefährlichen Wolf gehandelt, der den Bauern die Schafe von der Weide holt und für Angst und Schrecken sorgt, dann wäre er wohl mit einem Wolfs-Rettungswagen abgeholt und in Sicherheit gebracht worden. Diese Aktion war voll daneben. (...)

Rolf Schmertmann Neustadtgödens

So etwas zu lesen, macht mich sehr traurig! So ein Tier ist ja nichts wert. Hauptsache der Verkehr rollt wieder. Dieses hier ist ein Armutszeugnis erster Klasse. (...)

Es hätte wahrscheinlich noch etwas länger gedauert das Tier einzufangen, aber es hätte sich auf jeden Fall gelohnt! In solchen Fällen haben die Verkehrsteilnehmer sicherlich Verständnis. Die Polizei sollte noch einmal an ihr Gewissen appellieren. Sehr viele Menschen werden so denken.

Gerd Wolff Barßel

Es war klar, dass sich nach diesem Ereignis wieder einmal diverse Besserwisser und Schlaumeier mit ihrer undifferenzierten und deplatzierten Kritik beziehungsweise fragwürdigen Ratschlägen zu Wort melden würden. Bei mir löst dieses nur noch Kopfschütteln und völliges Unverständnis aus. Bei sachlicher Betrachtung verstärkt sich bei mir immer mehr der Eindruck, dass bei diesem als auch bei anderen Anlässen einigen Mitbürgern der gesunde Menschenverstand abhanden gekommen ist und bei ihnen nur noch Gesichtspunkte zur Geltung kommen, die zur eigenen Weltanschauung passen.

Der Aspekt, dass es am Stauende zu einem schweren Verkehrsunfall hätte kommen können, wird dabei ausgeblendet.

Welche Diskussion hätte es wohl gegeben bei einem Unfall mit Verletzten oder gar Toten, wenn der Hund nicht erschossen, sondern noch länger gejagt worden wäre.

Zum Einsatz der Maschinenpistole sei noch der Hinweis erlaubt, dass mit dieser Waffe die gleiche Munition verschossen wird wie mit einer Pistole. Auch lässt diese den Einzelschussmodus zu.Reiner Kuck Rastede

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