Das ist wieder eine hervorragend von Herrn Krogmann recherchierte, sachlich, aufklärerisch und überaus spannend geschriebene Story! Für das Verschwinden des Herrn S. und seine plötzliche Herausausnahme aus seinem sozialen Beziehungsnetz mag es nachvollziehbare medizinische und rechtliche Gründe gegeben haben. Es wird damit aber auch aufgezeigt, dass nicht alles was rechtens ist, auch unbedingt ethisch-moralisch angemessen ist. Haben die verantwortlichen Ärzte sich von diesem Beziehungsnetz ein Bild gemacht, bevor sie es mit ihrem Antrag an das Betreuungsgericht wegen einer „mittelschweren Demenz“ außer Kraft setzten? Welches Gewicht hat das Recht auf selbstbestimmte Teilhabe im häuslich- nachbarschaftlichen Lebensbereich? Warum konnte keine sozialverträgliche Lösung realisiert werden? Wann darf ein laut Recherche intakt erscheinendes soziales Netzwerk eines Menschen derart verletzt und zerstört werden? Ist es da nicht verständlich, wenn ein solcher mühsam hinter dem Datenschutz versteckt gehaltener Vorgang an Entmündigung und Behördenwillkür erinnert?

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