Betrifft: „Neu nachdenken“, Kommentar von Rolf Seelheim zur Atomkraft in Deutschland, Meinung, 9. Juli, sowie weitere Berichterstattung zu diesem Thema und „Kernkraft ist für die CDU Öko-Energie“, Zitat von Ronald Pofalla, Titelseite, 24. Juni

Defekte Atomkraftwerke und strahlender Atommüll sind und bleiben hochgefährlich. Wenn die Menschheit vor 50 Jahren auf die Entwicklung von Atomkraftwerken verzichtet hätte und all die Milliarden und aber Milliarden in Sonne, Wind, Erdwärme etc. gesteckt hätte, bräuchten wir heute keine Angst vor radioaktiver Verseuchung haben. Auf allen Dächern wären Kollektoren, Windmühlen ständen schon viel länger und alle Formen der Energieeinsparung würden genutzt. Aber nein, man wird und wird nicht klug.

Käthe Nebel

Oldenburg

F

Es ist zu begrüßen, dass Herr Seelheim – als neutrale Instanz – die deutsche Energiepolitik kritisch beurteilt. Was mir für die Zukunft am meisten Sorgen bereitet, ist, dass zurzeit fast nur noch über unser Klima gesprochen wird und kaum über die Erhaltung der Arbeitsplätze in Deutschland. Wo soll es hinführen, dass China uns mit billigen Waren überschwemmt, wie zurzeit mit schweren Pflastersteinen für die Fußgängerzone in Oldenburg? China will 150 Atomkraftwerke bauen und nimmt zurzeit jede Woche ein neues Kohlekraftwerk in Betrieb. Ich kann es nicht begreifen, dass unsere SPD- und Grünen-Politiker davor ihre Augen verschließen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen wir in Deutschland nicht nur die Laufzeiten der Kernkraftwerke verlängern, sondern auch neue bauen, damit unsere hoch motivierten und fleißigen Arbeitnehmer in Deutschland arbeiten können und nicht nach China oder Indien auswandern müssen.

Wilhelm Röben sen.

Zetel

F

Die Annahme, dass Atomkraft klimafreundlich zu sein scheint, verführt viele dazu, sie als Öko-Energie zu bezeichnen. Das eigentlich Problem ist aber, solange keine (nie ganz vermeidbare) Unfälle in Atomkraftwerken passieren, der Atommüll.

Wie wir an den Problemen mit dem Atommüll-Lager Asse II sehen, fällt es sogar uns, die wir die Nutzer des Atomstroms sind, schwer, den Strahlungsmüll sicher zu lagern.

Bei einer Halbwertszeit z. B. von 24 000 Jahren bei Plutonium 239 ist es schwer vorstellbar, dass unsere Nachfahren unseren Atommüll sicher lagern können.

Hätten die alten Ägypter vor 5000 Jahren Atomkernkraft gehabt, hätten die heutigen Ägypter ein ziemliches Riesenproblem. Man kann ja aus Ägypten fortziehen, nur Atomkernkraft gibt es heute weltweit.

Und unsere Einstellung der letzten Jahrzehnte „nach uns die Sintflut“, hat uns den Klimawandel beschert. Also denke bitte jeder zu jeder Zeit daran: „Atomkernkraft ist keine Öko-Energie“, und nur außerhalb der uns schützenden Erdatmosphäre sicher. Darum lasst die Sonne für uns strahlen.

Heiko Wilde

Edewecht

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