Lemwerder „Im vierten Quartal wird der Jugendtreff fertiggestellt. Da bietet es sich an, zu sehen, wie die Jugendarbeit in Nachbargemeinden organisiert ist.“ Betont sachlich führte am Donnerstagabend Bürgermeisterin Regina Neuke die Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Kultur und Sport der Gemeinde Lemwerder auf die Ausführungen der Gäste des CVJM-Sozialwerkes Wesermarsch hin. Fachbereichsleiterin Kinder, Jugend und Familie, Dr. Ilka Spieß, und Mareike Prieß, Leiterin des Jugendtreffs in Elsfleth, waren dazu in Lemwerder.

Augenscheinlich wird in Lemwerder darüber nachgedacht, die Jugendarbeit ein wenig anders auszurichten. Offen bestätigt dies (noch) niemand. Unterschwellig ist dies jedoch zu spüren. Hinzu kommt, dass Ende November eine Verlängerung des Vertrages mit Jugendpfleger Andreas Hegge ansteht. Würde der Vertrag mit Hegge verlängert, müsste er von der Gemeinde dauerhaft übernommen werden.

Ilka Spieß nutzte die Chance, um das CVJM-Sozialwerk generell – mit allen Facetten der Betreuung wie zum Beispiel Wohngruppen, Jugendhilfestation mit Sozialer Gruppenarbeit, Interdisziplinärer Frühförderstelle sowie eine heilpädagogische Hausfrühförderung – und die Jugendarbeit im Speziellen vorzustellen. Sie erläuterte die Prinzipien der offenen Jugendarbeit. Es werde ein Raum geboten, in dem die Freizeit sinnvoll gestaltet werden könne, die Jugendlichen hätte ein Mitspracherecht und würden über relevante Themen und Veranstaltungen informiert.

Alle CVJM-Mitarbeiter müssten Mitglied einer anerkannten christlichen Kirche sein, denn das CVJM-Sozialwerk stehe unter dem Dach der Diakonie. Und alle Mitarbeiter seien fest angestellt, führte sie aus.

Mareike Prieß gab Auskunft zur Arbeit in den Jugendtreffs in Berne und Elsfleth. Hier werde durch vielfältige Aktionen versucht, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, damit die Jugendlichen bei eventuellen Problemen einen Ansprechpartner hätten. Sie erläuterte, dass etwa ein Drittel der Besucher regelmäßig kämen. Viele würden direkt von der Schule in den Treff gehen.

Wie genau das Angebot eines Jugendtreffs aussehe, so Prieß, hänge von den Verträgen ab, die die Kommunen mit dem CVJM abschließen. Der CVJM ist der Dienstleister, der die Wünsche der Kommune umsetzen muss.

Das lässt den Verantwortlichen in Lemwerder viel Raum, um zu entscheiden, wie die Jugendarbeit inhaltlich aussehen soll. Und davon hängt es wohl ab, ob es mit Andreas Hegge als Verantwortlichem, ohne ihn oder mit ihm als Angestelltem des CVJM weiter geht – oder sogar ganz anders.

Fried-Michael Carl Berne/Lemwerder / Redaktion Elsfleth
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