Oldenburg /Karlsruhe EM-Norm geknackt, den deutschen Meistertitel eingesackt – für Ruth Spelmeyer war es ein rundum erfolgreiches Wochenende. Schon bei ihrem Vorlaufsieg in 52,87 Sekunden unterbot die Sprinterin des VfL Oldenburg am Sonnabend bei den nationalen Hallen-Titelkämpfen in Karlsruhe die vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) geforderte Zeit für die Europameisterschaften in Prag (5. bis 8. März). Am Sonntag sicherte sich die 24-Jährige dann auch noch den Titel und machte ihr Wochenende damit perfekt.

„Dass da so eine Zeit stand, war überwältigend“, freute sich Spelmeyer über die deutsche Jahresbestleistung am Sonnabend, „im Ziel hätte ich nie mit einer solchen Zeit gerechnet. Vor der Saison war die EM-Norm ein Ziel, nach meinen bisherigen Rennen dachte ich aber: Ob das noch klappt? Jetzt bin ich froh.“

Nach ihrer ersten Einzelnorm für eine internationale Meisterschaft gewann Spelmeyer am Sonntag das Finale in 52,99 Sekunden und wurde zum ersten Mal deutsche Meisterin bei den Frauen. Bei der Hallen-EM will die Oldenburgerin „den Vorlauf überstehen. Die zwei Läufe waren eine gute Übung“, sagte Spelmeyer, die aber nicht nur auf Prag, sondern auch schon auf Rio de Janeiro blickt: „Die Norm ist ein wichtiger Schritt, auch Richtung Olympia 2016. Es passt gut in den Plan.“

Kugelstoß-Ass David Storl war unterdessen der Chef im Ring und avancierte mit Meistertitel und europäischer Jahresbestleistung von 21,26 Metern zum heißen Goldkandidaten für Prag. In der „goldenen Stadt“ möchte er sein erstes internationales Gold unterm Hallendach holen. „Ich denke nicht, dass das hier das Ende der Fahnenstange war“, meinte der Leipziger. Homiyu Tesfaye (Frankfurt) holte sich den Titel über 1500 Meter in 3:41,68 Minuten. Im Frauenrennen über diese Distanz belegte Tabea Themann vom SV Molbergen beim Sieg von Maren Kock (LG Regensburg/ 4:13,72) in persönlicher Bestleistung von 4:18,64 Minuten Rang vier.

In einem packenden Sprintfinale über 60 Meter verteidigte der Wattenscheider Christian Blum seinen Titel in 6,57 Sekunden. Der Berliner Lucas Jakubczyk (6,58) und Blums Clubkollege Julian Reus (6,61) belegten die weiteren Plätze. Bei den Frauen setzte Verena Sailer ihre Siegesserie fort und stellte in 7,12 Sekunden ihre persönliche Bestzeit ein. Es war der siebte Titel für die Mannheimerin seit 2008.

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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