Oldenburg Selbst kam sie nie in den Genuss von Landesmeisterschaften im heimischen Marschwegstadion – an diesem Wochenende ist Stabhochsprung-Ass Friedelinde Petershofen als prominenter Gast und Motivatorin mit dabei, wenn in der Oldenburger Arena am Samstag (ab 12 Uhr) und Sonntag (ab 10.30 Uhr) rund 700 Athletinnen und Athleten der Altersklassen U 16 und U 20 um die Titel der Verbände Niedersachsens und Bremens kämpfen.

„Ich habe noch viele Erinnerungen an die Starts im Marschwegstadion“, sagt Petershofen. Die WM-Teilnehmerin von 2017, die 2014 vom DSC Oldenburg zum SC Potsdam wechselte, kann sich noch gut daran erinnern, „dass ich immer ziemlich viele Disziplinen fast gleichzeitig gemacht habe und somit durchgehend in Action war“.

Neben vielen schönen Wettkampf-Erlebnissen sind der 23-Jährigen vor allem auch die vielen Übungsstunden in der Heim-Arena präsent. „Im Marschwegstadion habe ich immer gern trainiert und hätte mir damals schon gewünscht, einmal Landesmeisterschaften hier zu haben“, sagt Petershofen.

Die Oldenburgerin kann sich gut vorstellen, hier irgendwann einmal ein Stabhochsprung-Meeting auszurichten. Das Einmaleins ihrer anspruchsvollen Disziplin lernte sie bei DSC-Trainer Martin Hillebrecht. Die turnerischen Grundlagen dazu bekam sie bei den Sportakrobatinnen des Oldenburger TB.

Bei den letzten drei Deutschen Meisterschaften in der Halle und im Freien wurde Petershofen jeweils Dritte. Zuvor hatte sie sich zweimal den Titel in der U 23 gesichert. Den Sprung zur WM nach London schaffte sie 2017 mit ihrer noch aktuellen Bestleistung von 4,55 Metern.

Derzeit befindet sich die Lehramts-Studentin im Reha-Training. Eine ungünstige Landung beim Turntraining im März hatte sie lange Zeit dermaßen eingeschränkt, dass sie es nicht mehr rechtzeitig zur Heim-EM in Berlin schaffte, wieder fit zu werden. Mit 4,35 Metern blieb sie 10 Zentimeter unter der Norm und 16 Zentimeter unter ihrer Hallenbestleistung aus dem vergangenen Winter.

„Mit den Folgen meiner Verletzung kämpfe ich leider immer noch und versuche, den Rücken durch gezieltes Training wieder fit zu bekommen“, erklärt die 23-Jährige. „Zufrieden bin ich mit der Saison deshalb natürlich auch nicht, jedoch gehört es wohl zu einem Sportlerleben dazu, aus Rückschlägen zu lernen und letztendlich stärker hervorzukommen“, sagt sie und motiviert die aktuellen Talente: „Jungen Sportlern kann ich nur den Rat geben, dass es unglaublich wichtig ist, sich ehrgeizige Ziele zu setzen. Das Herz muss hinter jedem Schritt stehen, den man geht.“

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